Notwendigkeit von Geschwindigkeitsüberprüfungen

31. August 2012 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

„Wir werden auch zukünftig intensiv auf das Problem der überhöhten Geschwindigkeit als Hauptunfallursache insbesondere auf Landesstraßen hinweisen und konsequent weiter kontrollieren. Darüber hinaus fließen die gewonnenen Erkenntnisse in unserer Verkehrssicherheitsinitiative 2020 ein. Mit dieser Initiative wollen wir eine nachhaltige Reduzierung von schweren Verkehrsunfällen erreichen“, so Innenminister Uwe Schünemann.

Die Intention der landesweiten Kontrollen war klar und deutlich: Durch ein hohes Maß an Transparenz und durch die offensive Bekanntgabe der fast 100 Messstellen an ausgesuchten Unfallbrennpunkten in ganz Niedersachsen wollte die niedersächsische Polizei an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer appellieren. Diese Art des Vorgehens sollte einen gesellschaftlichen Anstoß zum Umdenken hin zu einem rücksichtsvollen Umgang im öffentlichen Verkehr geben.

Im Rahmen der ganztägigen Maßnahmen wurden zwischen 30.000 und 40.000 Fahrzeuge kontrolliert. Insgesamt hat die Polizei dabei 3.032 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 1.621 Fahrzeugführer lagen mit ihren Verstößen im Verwarngeldbereich. 1.411 Verkehrsteilnehmer müssen mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige und damit in der Konsequenz mit einem Bußgeld und Punkten rechnen. Hinzu kommt bei genau 100 Fahrzeugführern ein Fahrverbot – je nach Verstoß von mindestens einem Monat. Unrühmliche „Spitzenreiter“ waren ein Motorradfahrer mit einer Geschwindigkeit von 207 km/h bei erlaubten 100 km/ auf einer Bundesstraße sowie ein PKW-Fahrer mit 201 km/h anstatt der erlaubten 100 km/h.

Über die festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen hinaus hat die Polizei auf Autobahnen 331 Anzeigen wegen Missachtung des Sicherheitsabstandes und 25 Verstöße nach Missachtung des Überholverbotes eingeleitet. 10 Fahrzeugführer wurden ohne Fahrerlaubnis angetroffen und weitere vier standen unter dem Einfluss alkoholischer Getränke. Gegen diese Personen wurde an Ort und Stelle jeweils ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

„Mit der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 wollen wir nachhaltig und langfristig Unfälle mit schweren Personenschäden bis 2020 um ein Drittel reduzieren. Neben den Maßnahmen der Polizei möchte ich erneut an die Verkehrsteilnehmer appellieren, die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu beachten. Ein angepasstes Verhalten kann Leben retten“, so Minister Schünemann.

 

 

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