Beratungsstelle Radikalisierung startet Kampagne

31. August 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Um der islamistischen Radikalisierung von Jugendlichen entgegen zu wirken, hat das Bundeministerium des Innern die „Initiative Sicherheitspartnerschaft“ ins Leben gerufen und für besorgte Angehörige und Freunde eine Beratungsstelle eingerichtet.

Durch die Kampagne soll das Angebot der Beratungsstelle Radikalisierung bundesweit – insbesondere auch bei der muslimischen Bevölkerung – bekannter gemacht werden. Die öffentlichkeitswirksame Kampagne wurde mit den an der Initiative Sicherheitspartnerschaft beteiligten muslimischen Verbänden abgestimmt und wird in den drei Sprachen Deutsch, Türkisch und Arabisch durchgeführt. Sie umfasst sowohl klassische Printmedien als auch Onlinewerbung. Die Onlinekampagne ist am 27. August 2012 gestartet.

Anfang September werden zudem Anzeigen in ausgewählten Printmedien erscheinen, ab Mitte September werden Gratispostkarten in zehn deutschen Städten verteilt. Außerdem wird die Beratungsstelle ab dem 21. September 2012 mit Plakaten in Berlin, Bonn und Hamburg beworben. Das Motiv der Kampagne ähnelt einer Vermisstenanzeige.

Thematisiert wird der schmerzhafte Verlust eines Sohnes, Bruders oder einer Freundin, die sich durch Einflüsse von radikalen Salafisten von ihrem Umfeld so entfernt haben, dass sie nicht wiederzuerkennen sind. Betroffene sollen durch das Wiedererkennen dessen, was sie selbst vielleicht gerade erleben, motiviert werden, sich Rat und Hilfe zu suchen. Durch die emotionale Darstellung wird das Grundanliegen der Sicherheitspartnerschaft deutlich – einer Radikalisierung entgegenzuwirken und betroffene Angehörige und Freunde mit Rat und Hilfe zu unterstützen.

Die Beratungsstelle Radikalisierung wurde bereits zum 1. Januar 2012 als Reaktion auf den dringenden Bedarf an Beratungsangeboten für Angehörige sich radikalisierender junger Muslime, der von Sicherheitsbehörden, Schulen, Beratungseinrichtungen freier Träger sowie Betroffenen selbst geschildert wird, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eingerichtet. Seither wird das Angebot kontinuierlich ausgebaut.

Die Beratungsstelle ist unter der Rufnummer 0911/9434343 oder unter der E-Mail-Adresse beratung@bamf.bund.de zu erreichen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamts beantworten als eine erste Anlaufstelle häufige Fragen und halten weitere Informationsangebote zum Thema Islamismus und Radikalisierung bereit. Darüber hinaus stehen in Kooperation mit dem Bundesamt erfahrene zivilgesellschaftliche Partner mit speziell entwickelten Hilfsangeboten für eine persönliche Beratung und Betreuung zur Verfügung.

Quelle: Bundesministerium des Innern

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