Verkehrssicherheit durch transparente Geschwindigkeitskontrollen steigern

29. August 2012 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

„Mit einer offensiven und transparenten Durchführung von Geschwindigkeitskontrollen wollen wir eine zukunftsweisende und nachhaltige Steigerung der Sicherheit auf unseren Straßen erreichen. Die Hauptunfallursache auf unseren Landesstraßen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen. Diese wollen wir nachhaltig bekämpfen“, so Innenminister Uwe Schünemann.

Am 29. August 2012 findet deshalb eine landesweite Geschwindigkeitsüberwachungsaktion der Polizei in Niedersachsen statt. An fast 100 stationären und mobilen Kontrollstellen überwacht die Polizei mit modernster Technik das Einhalten des jeweiligen Tempolimits. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der bereits in 2011 angekündigten Verkehrssicherheitsinitiative 2020. Ziel ist es hierbei, die Unfälle mit schwerem Personenschaden bis 2020 um die Hälfte zu reduzieren. Ein Bestandteil des Maßnahmenpaketes ist die Geschwindigkeitsüberwachung der Polizei an den Unfallhäufungsstellen oder -strecken orientiert zu intensivieren.

„Wir wollen unsere Maßnahmen damit weiter auf Unfallbrennpunkte und die Risikogruppen konzentrieren. Als wichtiger Grundsatz gilt hier „Qualität vor Quantität“. Es muss den Verkehrsteilnehmern zu jeder Zeit deutlich werden, warum wir wo messen“, erklärt Minister Uwe Schünemann.

In den zehn Jahren von 2001 bis 2010 verbesserte sich die Verkehrssicherheit insgesamt deutlich. Die Zahl der Verkehrstoten ging in diesem Zeitraum um 41,15 % zurück. Die Zahl der schwer verletzten Opfer von Verkehrsunfällen reduzierte sich um 34,15 %. Im Jahr 2011 nahm die Zahl der Verkehrstoten und der Schwerverletzten zum ersten Mal seit 2007 wieder zu. Gegenüber 2010 stieg die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten um 12,7 % und die Zahl der Schwerverletzten lag 9,2 % höher als im Vorjahr. Die absoluten Zahlen (540 getötete und 6.249 Schwerverletzte) waren gleichwohl die zweitniedrigsten seit Bestehen der Unfallstatistik.

Der größte Anteil der schwerwiegenden Verkehrsunfälle wird auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften verursacht. Ca. 70 % der Getöteten fallen einem Verkehrsunfall auf den sogenannten Landesstraßen zum Opfer. Dabei ist die Geschwindigkeit sowohl Unfallursache als auch ein gravierender Folgen verschärfender Faktor. Insbesondere dann, wenn Autos auf starre Hindernisse prallen – wie zum Beispiel an Straßenbäume.

„Unfälle passieren nicht einfach so. Mit unseren Überwachungsmaßnahmen wollen wir Leben retten“, so Minister Schünemann abschließend.

 

Anlage: Tabellarische Auflistung der Messstellen für den 29.08.2012

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