Humboldt-Gymnasium Cottbus ist „Schule ohne Rassismus“

27. August 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Das Humboldt-Gymnasium in Cottbus hat als 53. Schule im Land Brandenburg den Titel „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“ erhalten. Innenminister Dietmar Woidke übernahm die Patenschaft für die Schule und gratulierte den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Engagement.

Woidke sagte am Montag in Cottbus: „Es freut mich zu sehen, dass das Netz der Schulen ohne Rassismus weiter wächst. Mit Eurem Engagement habt Ihr die Weichen richtig gestellt. Schule ist ein wichtiger Ort zur Auseinandersetzung mit Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Gewalt. Der Unterricht an Eurer Schule zeigt, dass hier Menschen zusammen lernen und arbeiten, die ein ganz besonderes Interesse am Verständnis anderer Länder und Kulturen auszeichnet. Eure Schule verdient den Titel ‚Schule OHNE Rassismus‘. Viele Schüler haben sich aktiv dafür eingesetzt.“

Der Koordinator für das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“, Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp begrüßte die Entscheidung des Humboldt-Gymnasiums, sich als „Schule Ohne Rassismus – Schule Mit Courage“ zu engagieren: Jungkamp erklärte in Potsdam „Schulen sind zentrale Orte für unsere Gesellschaft bei der Auseinandersetzung mit Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung und Gewalt. In diesem Kontext setzen „Schulen OHNE Rassismus – Schulen MIT Courage“ besondere Akzente. Ich freue mich, dass es im Land Brandenburg immer mehr Schulen mit diesem Titel gibt.“

Die Idee einer „Schule OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“ wurde anlässlich des Erstarkens rechtsradikaler Parteien 1988 von Schülerinnen und Schülern sowie Jugendarbeitern in Belgien entwickelt und ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern verbreitet. Allein in Deutschland haben inzwischen mehr als 1.000 Schulen diesen Titel erworben und werden dabei bundesweit vom Verein „Aktion Courage“ unterstützt. Im Land Brandenburg koordinieren die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Inte¬gration und Demokratie (RAA Brandenburg) das Projekt „Schulen OHNE Rassismus – Schule MIT Courage“. Der Titel wird hier seit 1998 vergeben.

Die Voraussetzungen zur Teilnahme an dem Projekt sind:

  •  Mindestens 70 Prozent aller Angehörigen einer Schule (Schüler, Lehrer, Sozialpädagogen, Sekretärinnen, Hausmeister etc.) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und nachhaltige Aktionen durchzuführen.
  •  Mindestens ein Mal pro Jahr wird ein Projekt zum Thema „Diskriminierung“ entwickelt, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
  •  Schulen ohne Rassismus müssen eine Patin oder einen Paten gewinnen, die oder der das Projekt begleitet und unterstützt.

 

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