Meldepflicht für Cyber-Attacken

26. August 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die stetig steigenden Zahlen von Cyber-Angriffen haben Bundesinnenminister Friedrich und CDU-Innenpolitiker Clemens Binninger dazu bewogen, die mögliche Einführung einer Meldeverpflichtung für Unternehmen anzukündigen.

Es ist kein Geheimnis, dass Unternehmen mehr und mehr dazu übergehen, im Schadensfall ihre Interessen von ihren Compliance-Abteilungen und privaten Sicherheitsunternehmen vertreten zu lassen und Straftaten nicht bei der Polizei anzuzeigen.

Es erscheint auf den ersten Blick einleuchtend, dass Wirtschaftsunternehmen oftmals kein großes Interesse an einer Strafverfolgung haben, wenn sie zum Beispiel Opfer eines Cyberangriffes geworden sind. Das Bekanntwerden kann zu Image-Einbußen führen und es könnten Rückschlüsse gezogen werden, wie wichtig dem Unternehmen die IT-Sicherheit und die Sicherheit der Kundendaten sind.

„Viele Unternehmen bezweifeln zudem mittlerweile die Leistungsfähigkeit von Polizei und Justiz in diesem Bereich. Diese Befürchtungen sind auch durchaus nicht unberechtigt“, ist die Einschätzung des BDK-Bundesvorsitzenden André Schulz.

Bevor eine Meldeverpflichtung über Cyber-Angriffe eingeführt wird, die zudem kaum zu überprüfen ist, müssen von der Politik die Rahmenbedingungen für eine leistungsfähigere Polizei und Justiz in diesem Bereich geschaffen werden. “

Außer einer dringend notwendigen ehrlichen PKS-Erfassung von Cybercrime-Delikten, ist die personelle und materielle Stärkung der Kriminalpolizeien in Bund und Ländern, der Staatsanwaltschaften und der Gerichte schnellst möglich und dringend herzustellen“, ist die fachliche Forderung des BDK-Bundesvorsitzenden André Schulz an die Politik.

Des Weiteren ist eine beginnende vertrauensvolle Zusammenarbeit von Ermittlungsbehörden und Wirtschaftsunternehmen zu forcieren.

Die auf Freiwilligkeit und Vertrauen basierende Allianz für Cybersicherheit, der auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter angehört, ist weiter auszubauen.

1 Kommentar
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  1. Wie stellen diese Leute sich das vor?
    … und wer den Schaden hat, braucht sich nicht auch noch dem Spott aussetzen!
    Warum?

    Nun, wie einige Beamten mit persönlichen Daten umgehen, brauche ich hier nicht zu Posten!
    … wie jetzt, doch … soll ich tun?

    Wer ermittlungsrelevante Daten unverschlüsselt über US-amerikanische Server leitet, dem wird auch in Zukunft kein Vertrauen geschenkt!

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