Einsatz für NS-Opfer und Engagement gegen Rechtsextremismus gewürdigt

26. August 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Innere Sicherheit | Drucken

Für seine Hilfe für Opfer der Judenverfolgung der Nationalsozialisten sowie sein Engagement im Kampf gegen den Rechtsextremismus ist der Vorsitzende der Stiftung „Evangelische Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte“, Michael Grüber, von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Innenminister Dietmar Woidke überreichte den Orden am Freitag in Potsdam. Die Hilfsstelle unterstützt ehemalige NS-Opfer bis heute bei Behördengängen und in finanziellen Notlagen und steht den ehemaligen NS-Verfolgten auch mit Haus- oder Krankenhausbesuchen bei.

Woidke betonte: „Nicht nur Ihr konsequentes Eintreten gegen Rechts, sondern auch Ihre langjährige kommunale Tätigkeit und Ihr kirchliches Engagement sind der beste Beweis dafür, dass ein friedliches und offenes Miteinander nur mit der Zivilcourage, dem Einsatz und der Nächstenliebe Vieler möglich ist.“ Der Minister dankte Grüber „für die vielen kleinen und großen Schritte, die Sie im Laufe der Jahre für unsere Gemeinschaft gegangen sind und die – aneinandergereiht – eine sehr beachtliche Strecke ergeben“.

Die Stiftung „Evangelische Hilfsstelle für ehemals Rasseverfolgte“ wurde 1938 als „Büro Pfarrer Grüber“ von dem früheren Berliner Propst Heinrich Grüber, dem Großvater des Ausgezeichneten, ins Leben gerufen. Das Büro leistete bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs von der Judenverfolgung betroffenen Menschen seelsorgerischen und sozialen Beistand. Die Arbeit wurde nach Kriegsende unter dem heutigen Namen fortgesetzt, um den NS-Verfolgten bei der finanziellen, sozialen und seelischen Wiedereingliederung weiter beizustehen.

Grüber gehört außerdem dem Stiftungsrat der „Stiftung für Opfer der NS-Willkürherrschaft in Berlin und Brandenburg“ an. Seit 1998 ist der 61-Jährige auch ehrenamtlicher Ortsbürgermeister im Ortsteil Teschendorf der Gemeinde Löwenberger Land und arbeitet in mehreren Ausschüssen der Gemeindevertretung. In seiner Kirchengemeinde organisiert Grüber seit vielen Jahren u. a. Feste und Konzerte und leistet Unterstützung bei Hausbesuchen und Seelsorge.

 

 

 

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