Schwere Verkehrsunfälle auf Hessens Landstraßen leicht rückläufig

21. August 2012 | Themenbereich: Hessen, Verkehr | Drucken

Innenstaatssekretär Werner Koch zog heute eine positive Halbjahresbilanz für das Verkehrssicherheitsprogramm „Sichere Landstraße 2012“. Innenstaatssekretär Werner Koch: „Die verstärkten Polizeikontrollen kombiniert mit intensiver Verkehrssicherheitsberatung haben sich positiv bemerkbar gemacht. Die Unfallzahlen sind derzeit leicht rückläufig. Dennoch ist es verfrüht jetzt schon von einem Trend zu sprechen. Die Zahlen machen aber deutlich, dass die Maßnahme der Polizei – insbesondere die Landstraßen in den Fokus zu rücken – erfolgversprechend ist.“

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2012 nahm die Hessische Polizei 64.458 Verkehrsunfälle auf. Etwa ein Viertel dieser Unfälle (15.336) ereigneten sich auf Landstraßen. „Unfälle mit Toten und Schwerverletzten sind auf unseren Landstraßen weiter deutlich überrepräsentiert. So starben in den ersten sechs Monaten etwa 58 Prozent aller Verkehrsunfallopfer auf der Landstraße“, erklärte Staatssekretär Koch.

Eine genauere Betrachtung der Unfallentwicklung auf Landstraßen macht deutlich, dass es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2012 70 tödliche Verkehrsunfälle (2011: 73) gab. Dabei kamen – wie im Vergleichszeitraum 2011 – insgesamt 77 Menschen ums Leben.

Die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten ist mit 819 (2011: 825) und die der Unfälle mit Leichtverletzten mit 2.041 (2011: 2.105) ebenfalls leicht rückläufig. Bei diesen Verkehrsunfällen registrierte die Polizei insgesamt 4.222 (2011: 4307) Verletzte. (1.030 Schwer- (2011: 1033) und 3.192 (2011: 3.274) Leichtverletzte.)

Nicht angepasste Geschwindigkeit als Hauptunfallursache auf Landstraßen steht auch weiterhin im Mittelpunkt unseres Verkehrssicherheitsprogramms „Sichere Landstraße 2012“. Schon zum Auftakt am 13.02.2012 gab die Polizei die Geschwindigkeitsmessstellen bekannt, um den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern die Gefahr für zu schnelles Fahren verstärkt ins Bewusstsein zu rufen.

„Im Rahmen von Vergleichsmessungen haben wir festgestellt, dass die Zahl der Fahrzeugführer, die zu schnell unterwegs waren, am Tag der Bekanntgabe der Messstellen deutlich geringer ausfiel. Wenn es uns gelingt, das nicht angepasste Geschwindigkeitsniveau dauerhaft zu senken, können wir auch nachhaltig die schweren Folgen der Unfälle reduzieren“, verdeutlicht Staatssekretär Werner Koch.

Deshalb geben auch heute wieder FFH und HR3 über den gesamten Tag insgesamt 14 Unfallschwerpunkte bekannt, an denen die Polizei aktuell die Geschwindigkeit überwacht.

„Ich bin mir sicher, dass wir mit der Aktion „Sichere Landstraße 2012“ dazu beitragen, die der Zahl Verkehrsunfälle mit schweren Folgen weiter zu reduzieren“, so Staatssekretär Werner Koch abschließend.

Neben den Geschwindigkeitskontrollen, rückt die Polizei im Rahmen der Aktion „Sichere Landstraße 2012“ auch Wildunfälle, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, Kradfahrer, junge Fahrer, die Generation 65Plus sowie den gewerblichen Güter- und Nahverkehr in den Fokus von speziellen Kontroll- und Präventionstagen.

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