Altersstruktur im Sicherheitsgewerbe: Jünger als die Polizei!

17. August 2012 | Themenbereich: Security | Drucken

Eine aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass die Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe jünger sind als allgemein angenommen: Nur knapp ein Drittel der Mitarbeiter sind älter als 50 Jahre. Im Bereich der Polizei und Justiz sind es dagegen über 45 Prozent.

„Diese Zahlen bestätigen den Trend, den wir in den letzen Jahren verstärkt registrieren“, sagte Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW in Bad Homburg. „Der Nachtwächter alter Prägung hat ausgedient. An seine Stelle sind junge, motivierte und gut ausgebildete Sicherheitskräfte getreten, die insbesondere beim Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik eine hochwertige Dienstleistung erbringen.“ Hier zeige sich der Erfolg der Neuordnung der sicherheitsrelevanten Berufe vor 10 Jahren, anlässlich deren der Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit eingeführt wurde. Auf diesem Weg konnten viele junge Menschen an die Arbeit im Sicherheitsgewerbe herangeführt werden. Im Gegensatz dazu werde bei Polizei und Justiz die Überalterung des Beamtenapparates deutlich. Bei der Polizei seien nur 55 Prozent unter 50 Jahre, aber schon über 45 Prozent der Beschäftigten über 50 Jahre alt, sagt Olschok weiter. Die Polizisten würden also immer älter, die privaten Sicherheitsdienste immer jünger.

2002 wurde der dreijährige Ausbildungsberuf zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit eingeführt, 2008 ein weiterer zweijähriger Ausbildungsberuf zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Seitdem wurden fast 10.000 Ausbildungsverträge abgeschlossen, über 4.500 ausgebildete Facharbeiter stehen der Branche mittlerweile zur Verfügung.

 

 

 

 

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