Die Politik spart bei der Polizei und überlässt das Geld den Kriminellen !

10. August 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Problem Nr. 1:

572 Millionen Euro Schaden 2011 nur in Berlin durch Kriminalität !

Problem Nr. 2:

Nicht mal jede zweite Straftat wird aufgeklärt !

Lösungsvorschlag der Politik: Bei der Polizei muss gespart werden !

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter zitiert aus dem Jahresbericht PKS des Polizeipräsidenten in Berlin ( April 2012): „Die Gesamtschadenssumme lag 2011 mit 572.382.108€ unter dem Betrag von 2010, der Schaden reduzierte sich um rund 30 Millionen Euro bzw. um 5%.. Gesamt-AQ gesunken (von 48,4% auf 46,1%, -2,3 %-Punkte). Auch diese Entwicklung ist durch den bereits genannten deutlichen Anstieg der Diebstahlsdelikte bedingt.“ (Jahresbericht Seite 18 bzw.Seite.20).

Hierzu nimmt der BDK wie folgt Stellung:

Es ist im zunehmenden Maße festzustellen, dass die notwendige kriminalistische Arbeit, wie sie für eine Bekämpfung der Straftaten aus präventiver, wie repressiver Sicht erforderlich wäre, seit Jahren nicht mehr durchgeführt werden kann. Die Ergebnisse dieser gebremsten Kriminalitätsbekämpfung zeigen sich nicht nur bei den Wohnungseinbruchs- und Fahrraddiebstahlszahlen, sondern auch in anderen Bereichen wie der Schwerst- und Gewaltkriminalität. „Es ist schon erschreckendzu sehen, wie notwendige grundsolide Ermittlungsarbeit durch Einsparungen seit Jahren abgewürgt wird.“ beklagt der Landesvorsitzende Böhl. Uniformierte Polizei ist zwar dringend notwendig, auch für die subjektive Sicherheit, sie kann aber nicht überall sein und löst das Problem nicht nachhaltig.

Es ist geboten, den wenigen noch verbleibenden Ermittlern die Möglichkeiten zu schaffen, dass sie ihre Arbeit sinnvoll verrichten können und eine Justiz zu befähigen, die Ergebnisse auch verarbeiten zu können.

„Wir brauchen fähige Ermittler, die Täter feststellen, beobachten und auf frischer Tat festnehmen können. Verwaltungsstrategen, die nach Berechnung des Effizienzquotienten feststellen wollen, wann die Täter zuschlagen, sind fehl am Platz. Anstatt die Ermittler mit Sonderaufgaben zu belasten, sollte man sie ihre Arbeit machen lassen.“ so Böhl weiter „Dazu benötigen wir aber auch all die Tarifbeschäftigten in den Kriminallaboren, bei der Kriminaltechnik, im Schreib- und Ermittlungsdienst und im Transport und Bewachungswesen. Die Senatsvorgaben, hier weiterhin zu sparen sind ein Irrweg !“ meint Böhl.

1 Kommentar
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  1. Über die Daseinsberechtigung unserer Politiker habe ich schon geschrieben … und die Vorgehensweise, die hier öffentlich wiedergegeben wird, stützt meine Meinung (Meinung ist frei, für alles andere wandert man in den Knast … war zumindest zu DDR Zeiten so und man sollte auch der „richtigen“ Meinungsfreiheit angehören … wenn falsch = Knast) das unsere Politiker den Level an Kriminalität hoch halten möchten, damit sie alte Gesetze verschärfen bzw. neue Gesetze gegen die hohe/steigende Kriminalitätsrate etablieren dürfen/können!

    Was wäre mit der Kriminalität, wären die Planstellen seit den 70’er Jahren nicht auf die Hälfte geschrumpft worden?
    Klar, Kriminalität gab und wird es immer geben!
    Hätten die Politiker die schärferen Gesetze gegen die Bürger (Polizisten im Privatleben, deren Familien, Verwandte, Bekannte) durchsetzen können?
    Nein! Politiker leben davon alte Gesetze zu verschärfen bzw. neue Gesetze gegen die hohe/steigende Kriminalitätsrate etablieren zu dürfen/können!
    Es ist ihre Daseinsberechtigung!
    Was wäre, würde die Kriminalitätsrate sinken?
    Die Gesetze wären ausreichend, Verschärfungen der alten bzw. neue Gesetze bräuchten wir nicht, da den Beamten die Zeit gegeben wird, die vorhandenen Gesetze anzuwenden!

    Terroristen? … als Jugendliche haben wir Sprengsätze gebaut und detonieren lassen, da würde Al Kaida vor Neid platzen!
    … zu DDR-Zeiten mit der Stasi im Nacken, versteht sich!
    Wo wir die Bauanleitungen her hatten? … Chemiebücher, wir konnten Denken und waren experimentierfreudig!
    … und uns wurde noch gelehrt zu Lernen, Wissen zu behalten und weiter zu entwickeln!

    Klar um Terrorismus zu bekämpfen, muss man ihn an der Wurzel ausrotten, wer nichts weiß, der kann auch keine funktionierende Bombe bauen … denken sich unsere Politiker!
    Aus heutiger Sicht, muss ich sagen, aus deren Sicht wäre ich ein „Top Terrorist“!
    … aber warum sollte ich mein gutes Leben, für das ich ’89 auf die Straße ging, für ein Leben in Angst und Schrecken eintauschen oder es vorzeitig beenden?
    Leider muss ich mit ansehen, das sich unsere Politiker nicht mehr Sicher fühlen, sie haben Angst vor dem eigenen Volk, ja vor jedem einzelnen Bürger!
    … ich sehe da parallelen zur alten DDR-Führung!
    Welche? Tja, seht euch die Gesetze an und auf wen sie abzielen!
    Der normale Bürger kennt keine Gesetze, er liest diese nicht, warum auch?
    Ein echter Terrorist hingegen liest sie und umgeht sie, macht sich nur im normalen Rahmen „strafbar“ … lebt in der Gesellschaft und passt sich an!

    Die Frage hier und jetzt ist … wer bedroht unsere Innere Sicherheit mehr, Politiker oder Terroristen?
    Denn eines ist gewiss, eines Tages werden wieder Polizisten gegen Demonstranten, Dissidenten, die berechtigte Forderungen (z.B. Freiheit, Meinungsfreiheit, Unverletzlichkeit der Wohnung) kund tun, eingesetzt!
    … ist ja logisch, sie hetzen das Volk gegen die aktuell herrschende Klasse auf!
    … für unsere Politiker ist es aktuell wichtig den Faktor Mensch (Polizisten sind nur ihrem eigenen Gewissen verpflichtet) aus den Entscheidungsprozessen zu entfernen, eine automatisierte Überwachung (INDECT) zu etablieren, um mögliche störende Elemente rechtzeitig „aus dem Verkehr“ zu ziehen!
    Kriminalitätsbekämpfung?

    Nein, Kriminalität ist ein Grundpfeiler der aktuellen Politik (keine Kriminalität, keine neuen/verschärften Gesetze usw.) und dessen störende Elemente werden aktuell „aus dem Verkehr“ gezogen!

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