Anhebung des Pensionsalters im Vollzugsdienst

8. August 2012 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

Die Aktion der GdP Brandenburg am heutigen Abend in Potsdam wird auch vom BDK Brandenburg unterstützt. Der Widerstand der Polizei- und Kriminalbeamten sowie aller betroffenen Interessenvertretungen richtet sich gegen das Vorhaben der Landesregierung, die besondere Altersgrenze für Vollzugsbeamte von derzeit 60 auf 67 Jahre anzuheben. Diese „wahnwitzigen Pläne“ müssten sofort vom Tisch. Die Landesregierung sei gut beraten, stattdessen im Dialog mit den Gewerkschaften Alternativen zu sondieren, wiederholte der BDK-Landesvorsitzende Wolfgang Bauch (52) die Position der Kripo-Gewerkschaft. Die Vollzugsbeamten würden sehr genau beobachten, ob die Regierung sich auf ihre Fürsorgepflicht besinne, indem sie die besonderen Belastungen ausgewählter Berufsgruppen Ernst nimmt und anerkennt, oder ob sie nach „Gutsherrenart“ agieren und weiteren Vertrauensverlust in Kauf nehmen will, so Bauch weiter. Noch könne Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) seine Regierungsmannschaft zurückrudern lassen.

Offensichtlich wolle Brandenburg mit seinem Vorstoß jetzt schon erkennbare negative Folgen des Personalabbaus und der damit einhergehenden erheblichen Arbeitsverdichtung bei der Polizei kompensieren. Mit dem Vorhaben, Ermittler, Fahnder und Kriminaltechniker der Kripo bis 67 arbeiten zu lassen, werde Brandenburg bundesweit mit Abstand Vorreiter im negativen Sinne.

Der BDK regte erneut an, die Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf freiwilliger Basis zu ermöglichen und signalisierte zum wiederholten Male Gesprächsbereitschaft.

Die betroffenen Gewerkschaften und Verbände des öffentlichen Dienstes im Land Brandenburg laufen gegen die Regierungspläne Sturm, u.a. der Deutsche Beamtenbund (dbb) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG).

1 Kommentar
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Was wollen Politiker?
    Eine Daseinsberechtigung!
    Was ist z.B. die Daseinsberechtigung des Innenministeriums?
    Genau, für die Innere Sicherheit zu Sorgen! Dafür zu Sorgen, das die Waage zwischen Verbrechen und Aufklärung dieser gehalten wird!
    Was aber wenn eine der Seiten die Oberhand gewinnt bzw. die Tendenz sich dazu abzeichnet?
    Klar, man schafft notwendigerweise neue Planstellen, oder … baut sie ab!
    Warum bauen Politiker Planstellen ab?
    Was machen Politiker, wenn die Planstellen ausreichend sind, um das Verbrechen ausreichend in Schach zu halten bzw. effektiv bekämpfen zu können?
    Sich langweilen! … schlimmer zweifel an ihrer Daseinsberechtigung zu haben, z.B. Gesetze erlassen/überarbeiten, um das Verbrechen effizienter bekämpfen zu können, was entfällt, so die Polizei in der Lage wäre, das Verbrechen effizient zu bekämpfen!
    Nicht verständlich? Gut eine Analogie!
    Die forschenden Pharmaunternehmen geben Jährlich 80 Millionen für die Forschung aus, im Marketing hingegen 240 Millionen! Warum ist das Verhältnis nicht umgekehrt?
    Nun … das bekämpfen der Krankheit (Krankheit entspricht hier Verbrechen) und das Werben für dessen Effizienz/Notwendigkeit bringt mehr Profit (Profit = Daseinsberechtigung) ein, als die Heilung der eigentlichen Krankheit (Krankheit entspricht hier Verbrechen)!
    Also, wovon profitieren Politiker mehr, vom „bekämpfen“ (geringe Aufklärungsquote) oder dem effizienten Eindämmen (ich bin Realist, es wird immer Verbrechen geben, Habgier, Neid, Eifersucht usw. aber hohe Aufklärungsquote) des Verbrechens?

    Schönes WE …

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.