Fußballstadien sind keine rechtsfreien Räume

24. Juli 2012 | Themenbereich: Innenminister | Drucken

Im Vorfeld der Bundesligasaison 2012/2013 haben sich die Innenminister der Länder heute zu einem Spitzengespräch mit den Präsidenten vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der DeutschenFußball-Liga (DFL) in Berlin getroffen. Die Innenminister hatten in ihrer Frühjahrskonferenz von Vereinen und Verbänden eine konsequente Umsetzung konkret beschriebener Maßnahmen für zusätzliche Sicherheit bei Fußballspielen gefordert.
„Fußballspiele sind ein Familienerlebnis. Es darf nicht sein, dass friedliebende Menschen oder auch Familien mit ihren Kindern sich wegen gewaltbereiten Fußballanhängern nicht mehr ins Stadion trauen. Fußballstadien sind keine rechtsfreien Räume. Deshalb muss gewaltbereiten Fans die rote Karte gezeigt werden. Sie haben im Fußallstadion nichts zu suchen“, erklärt Innen- und Sportstaatssekretär Georg Jungmann.

Zur Umsetzung der von der Innenministerkonferenz gestellten Forderungen haben die Innenminister der Länder DFB und DFL heute ihre Forderungen erläutert und bekräftigt:

So wurden Themen angesprochen wie die Verbesserung der Videotechnik, bessere Qualifizierung der Ordnungskräfte, Intensivierung von Einlasskontrollen, Prüfung von personenbezogenen Tickets und vieles mehr. Sofern keine signifikante Verbesserung in Bezug auf gewalttätige Zwischenfälle und das Abbrennen von Pyrotechnik bis zur Winterpause 2012/2013 feststellbar ist, ist zu prüfen, ob vorhandene Fan-Privilegien abgebaut werden müssen.

DFB und DFL haben darüber hinaus eine Prüfung zugesagt, ob ihr finanzielles Engagement im Bereich der Prävention und in Fanprojekten im Bereich des Profifußballs der 1. bis 3. Liga deutlich aufgestockt werden kann. Im Gegenzug dazu haben die Innenminister zugesagt frei werdende staatliche Mittel in Präventions- und Fanarbeit im Fußballamateurbereich einzusetzen.

Innen- und Sportstaatssekretär Georg Jungmann zeigt sich optimistisch: „Das diskutierte Maßnahmenpaket würde nicht nur im Sinne der Vereine, sondern auch zum Erhalt des Fußballs als sportliches und familienfreundliches Ereignis beitragen, ohne dabei eine gewisse Fankultur zu zerstören.“

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