GdP zum Sicherheitsgipfel: Chance vergeben

18. Juli 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die GdP NRW ist enttäuscht von den Ergebnissen des Fußball-Sicherheitsgipfels in Berlin. Frank Richter, GdP-Landesvorsitzender: „Es wurde eine große Chance vergeben. Klare Signale und konsequente Maßnahmen wurden vertagt und stattdessen weitgehend die bereits bestehende Rechtslage bekräftigt.“

„Selbst die Androhung von 10-jährigen Stadionverboten werden keinen Ultra abhalten, Pyrotechnik im Stadion zu zünden“, so der GdP-Chef weiter. Viel wichtiger sei es, die Verfahren zu verkürzen und Stadionverbote möglichst unmittelbar nach der Tat auszusprechen. Außerdem müssen flankierend Bereichsbetretungsverbote zumindest für das unmittelbare Stadionumfeld ausgesprochen werden. „Der Polizei hilft es nicht, wenn die Betroffenen dann zwar nicht im Stadion auftauchen, dafür aber im Umfeld ihr Unwesen treiben.“

Neben den Stadion- und Bereichsbetretungsverboten seien auch die Verstärkung, Zertifizierung und Qualifizierung der Ordnungsdienste sowie intensivere Einlasskontrollen erforderlich, so der GdP-Landes-Chef. Der Ausbau der Videotechnik in Stadien zur verbesserten Beweisführung dürfe zudem nicht von der Finanzlage des jeweiligen Vereins abhängig gemacht werden.

Der GdP-Landesvorsitzende kritisiert außerdem: „Weitergehende Maßnahmen werden jetzt erst einmal überprüft und gegebenenfalls in der Winterpause beschlossen, dadurch geht noch mehr wertvolle Zeit verloren. Das Ende der letzten Saison mit den unrühmlichen Höhepunkten in Karlsruhe, Köln und Düsseldorf ist jetzt zwei Monate her. Ich frage mich, was die Verantwortlichen in der Zwischenzeit gemacht haben?“

 

 

 

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