Schulterschluss gegen Gewalt und Pyrotechnik in unseren Fußballstadien

17. Juli 2012 | Themenbereich: Niedersachsen | Drucken

Auf Einladung des Innen- und Sportministers Uwe Schünemann trafen sich heute Vertreter der vier niedersächsischen Spitzenvereine und des Niedersächsischen Fußballverbandes zu einem Fußballgipfel.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass Gewalt in jeglicher Form und die Verwendung von Pyrotechnik in den Stadien und auf den Reisewegen keinerlei Raum haben darf.

„Fußball soll doch ein Familienevent bleiben. Deshalb lassen wir es nicht zu, dass Gewalttäter und zündelnde Fußballfans die Gesundheit anderer gefährden“, betonte Schünemann.

„Es freut mich sehr, dass wir in vielen Punkten Einvernehmen erzielen konnten.“

Fakt ist: Schon in der nächsten Bundesligasaison werden Polizei und Fußballvereine mit einem abgestimmten Maßnahmenpaket deutlich konsequenter gemeinsam gegen solche Täter vorgehen. Dazu gehört auch, die Öffentlichkeit drastisch über die Gefahren und Verletzungen aufzuklären, die durch das Inbrandsetzen der gefährlichen Pyrotechnik entstehen.

Im Rahmen des Gespräches wurden dazu Bilder von schweren Verletzungen nach dem Abbrennen von Pyrotechnik gezeigt.

„Wir erwarten, dass dadurch die wirklichen Fußballfans sensibilisiert werden und sie letztlich den Einsatz von Bengalos, Knallern und Rauchbomben gemeinsam ächten“, so der Minister.

Neben einer verbesserten Videoüberwachung, konsequenteren Einlasskontrollen – auch unter Einsatz der Pyrohunde – soll geprüft werden, wie erkannte Täter nicht nur strafrechtlich verfolgt, sondern auch finanziell stärker in die Pflicht genommen werden können. Dazu wäre beispielsweise in den Stadienordnungen die Androhung von Vertragsstrafen in fünfstelliger Höhe eine mögliche Variante.

Es sollen aber auch gemeinsam Projekte zur Gewaltprävention gefördert werden. Wenn dadurch irgendwann weniger Polizei und Ordner benötigt werden, wird sich das auch auszahlen.

„Es war ein sehr gutes und zielführendes Gespräch von Verantwortlichen, die den Ernst der Lage erkannt haben. Für mich steht fest: Der Kuschelkurs mit gewalttätigen Hooligans und Brandstiftern ist seit heute beendet!“ resümierte Minister Schünemann.

„Das ist ein starkes Signal aus Niedersachsen für das am 23. Juli stattfindende Gespräch zwischen Politik und Fußballverbänden.“

An dem Gespräch nahmen Verantwortliche von Hannover 96, VfL Wolfsburg, Eintracht Braunschweig und VfL Osnabrück sowie deren kommunale Vertreter teil.

 

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