Justizsenator sucht Opferbeauftragten

16. Juli 2012 | Themenbereich: Berlin, Justiz | Drucken

Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann will einen neuen Opferbeauftragten des Landes Berlin ernennen.

Er bringt damit das Ziel der großen Koalition voran, den Opferschutz in Berlin zu stärken.

Die Stelle des ehrenamtlichen Opferbeauftragten wird jetzt ausgeschrieben und soll noch im Spätsommer besetzt werden.

Gleichzeitig soll der Kontakt zur Staatsanwaltschaft und zu den Gerichten für Opfer vereinfacht werden.

Dafür werden auch zentral für den Opferschutz zuständige Richter und Staatsanwälte eingesetzt.

Die neue Struktur wird das Netzwerk aus den bestehenden Hilfsangeboten der Polizei und den privaten Opferorganisationen vervollständigen.

Damit sollen die zuständigen Stellen für die Opfer einfacher und schneller zu finden und unbürokratischer zu kontaktieren sein.

Der Opferbeauftragte soll dieses Netzwerk aufbauen, koordinieren, auf bestehende Lücken aus Sicht der Opfer aufmerksam machen und damit die Situation der Opfer von Straftaten laufend verbessern.

Er berät die Behörden und das Parlament in diesen Fragen und wird einmal im Jahr einen Bericht zur Lage der Opfer von Straftaten herausgeben.

Der Opferbeauftragte ist damit keine neue Beratungsstelle, sondern agiert wie ein Lotse.

Deshalb ist er auch ausdrücklich keine Konkurrenz zu den bestehenden Hilfsangeboten.

„Bessere Hilfe für Opfer von Straftaten ist ein wichtiges Ziel für die große Koalition“, erläutert Heilmann.

Es gibt zu viele Opfer, die jahrzehntelang unter den Folgen von Straftaten leiden.

Rechtzeitige und ausreichende Hilfsangebote können dem stark entgegen wirken.

Der Opferbeauftragte wird helfen, die richtigen Wege zu finden.

„Zusammen mit dem Opferbeauftragten werde ich mich dafür einsetzen, dass Berlin vorbildlich für Opfer wirken wird.“

Bewerber(innen) können sich noch bis zum 12. August 2012 bei der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz melden.

Von den Bewerbern werden unter anderem gründliche Kenntnisse des Strafverfahrens, der rechtlichen Grundlagen des Opferschutzes und Erfahrung in der Arbeit mit Opfern erwartet.

Zur Wahrnehmung seines Amtes wird der Opferbeauftragte mit einer Reihe von Rechten ausgestattet: So erhält er ein Auskunftsrecht gegenüber den Strafverfolgungsbehörden und ein unmittelbares Vortragsrecht bei dem für Justiz zuständigen Senator.

Die detaillierte Ausschreibung inklusive Anforderungsprofil finden Sie ab heute unter folgender Internetadresse: http://www.berlin.de/sen/justiz/stellenausschreibung/index.html

 

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