Jedes Jahr zum TÜV : DPolG: „Das ist reine Abzocke“

15. Juli 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat den heute vorgestellten Plan der EU-Kommission, ältere Fahrzeuge jährlich zum TÜV zu schicken, als „reine Abzocke“ der Autofahrer bezeichnet. Lediglich die TÜV Prüfstellen würden sich über die Pläne freuen, da sie auf mehr Einnahmen hoffen können.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt wies in Berlin das Argument der EU Kommis-sion zurück, wonach jährliche TÜV Untersuchungen, die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr signifikant senken würden. Wendt: „Alle Daten, die wir regelmäßig zu Unfalltoten und Verletzten auf den Straßen erfassen, weisen deutlich darauf hin, dass es drei Hauptursachen für Unfälle im Straßenverkehr gibt. Das sind überhöhte Geschwindigkeit, Fahrten unter Alkoholeinfluss und das Nichtanlegen des Gurtes. Der Zustand der Fahrzeuge bei Unfällen in Deutschland spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die geltende Regelung der TÜV-Kontrollen bei uns hat sich bewährt und könnte sogar Vorbildfunktion für andere Länder haben.

Im Übrigen ist zu befürchten, dass sich die Qualität der Überprüfungen sogar verschlechtern würde, weil die Trennung von Service und Kontrolle aufgehoben werden könnte. Das bedeutet, jede kleine Werkstatt wäre möglicherweise in Zukunft berechtigt, TÜV-Plaketten zu vergeben.

Wer wirklich etwas für die Verkehrssicherheit tun will, sollte beim Verhalten der Autofahrer ansetzen. Moderne Verkehrsleitsysteme, nachvollziehbare und situationsabhängige Geschwindigkeitsregelungen sowie regelmäßige Kontrollen und direkte Ansprachen durch die Polizei mit dem entsprechenden Personal gehören auf jeden Fall dazu.“

 

 

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