HEESEN WARNT VOR GESELLSCHAFTLICHER SPALTUNG

9. Juli 2012 | Themenbereich: dbb Beamtenbund, Interessenvertretungen | Drucken

Der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen hat am 5. Juli 2012 in Berlin auf dem 21. Gewerkschaftstag der Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) vor einem Werteverfall in der Wirtschaft und besonders im Dienstleistungssektor gewarnt. „Heute steht zunehmend der Gewinn im Mittelpunkt, nicht der Mensch. Im Namen des Wettbewerbs entstehen immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

Aber diese Arbeit ernährt die Menschen nicht mehr und so wenden sie sich ab, müssen sich in die Sozialkassen und die Schwarzarbeit flüchten. Das wird unsere Gesellschaft spalten“, sagte Heesen.

Insbesondere auf dem Dienstleistungssektor, wie etwa dem Brief- und Paketmarkt, hätten die Privatisierungen der 90er-Jahre zu großen Verwerfungen, aber nur wenigen Verbesserungen geführt. Bei der geplanten Privatisierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung drohten ähnliche Probleme. „Viele schimpfen gerne über die ‚Dienstleistungswüste‘ in Deutschland“, so Heesen. „Denen antworte ich: Natürlich haben wir eine Dienstleistungswüste, wenn man die Menschen, die die Dienste leisten, wie Kamele behandelt.“ Politik und Wirtschaft müssten sich endlich wieder überlegen, wie das Zusammenleben solidarischer gestaltet werden könne.
„Es ist an der Zeit, dass alle Beteiligten wieder mehr Verantwortung für das große Ganze übernehmen“, sagte der dbb Chef. Die Gemeinschaft sei nicht nur dafür da, um Misserfolge bei ihr abzuladen. Sie müsse auch vom Gewinn profitieren. „Es geht um die Geschlossenheit unsere Gesellschaft, die sich ihre Zukunftsfähigkeit neu erstreiten muss.“

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