Zweiter „24-Stunden-Blitz-Marathon“

6. Juli 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Mit dem ersten „Blitz-Marathon“ am 10./11. Februar 2012, mit dem das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen auf den Anstieg der Verkehrstoten um 15 Prozent im Jahre 2011 reagierte, war es gelungen, vielen Menschen nachdrücklicher ins Bewusstsein zu rufen, wie gefährlich zu schnelles Fahren ist.

Die meisten fuhren an diesem Tag zurückhaltender – im Ergebnis wurde nur halb so viel gerast wie an anderen Tagen.

Die nordrhein-westfälische Polizei kontrollierte nunmehr im zweiten „24-Stunden-Blitz-Marathon“ am 3./4. Juli 2012 rund 645.000 Verkehrsteilnehmer an mehr als 3.100 Messstellen. Trotz der Ankündigung des „Blitz-Marathons“ fuhren immer noch über 22.000 zu schnell. Das sind rund drei Prozent der gemessenen Fahrzeuge.

Das besondere Merkmal dieser letzten Aktion war, dass die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen waren, vor dem „Blitz-Marathon“ Hinweise bezüglich einzurichtender Messstrecken zu geben. Mehr als 15.000 teilten der Polizei mit, an welchen Stellen sie sich über Raser ärgern.

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Erich Rettinghaus dazu: „Polizei nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst – das gilt auch für den wichtigen Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung.“

Die Polizei setzte im Rahmen der Aktion ca. 120 Radargeräte und 670 Lasergeräte ein. Dem Umstand, dass jede Messung mit Lasergeräten ein Anhalten der zu schnell fahrenden Fahrzeugführer zur Folge hat, ist es wohl zu verdanken, dass auch 27 Autofahrer festgestellt werden konnten, die alkoholisiert waren bzw. unter Drogeneinfluss standen; darüber hinaus konnten in 440 Fällen nicht angegurtet Fahrzeuginsassen angehalten werden.

 

Erich Rettinghaus dazu: Dies zeigt die Notwendigkeit, auch zukünftig qualitativ hochwertige polizeilicher Anhaltekontrollen durchzuführen!

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