Warnschussarrest ist klares Signal für straffällige Jugendliche

6. Juli 2012 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Strafvollzug | Drucken

Justizministerin Uta-Maria Kuder begrüßt die Einführung des Warnschussarrests: „Hierfür hat sich die Justiz in Mecklenburg-Vorpommern schon seit 2008 intensiv eingesetzt. Und – nach der heutigen Entscheidung des Bundesrates – mit Erfolg!“

Jugendliche Straftäter empfinden eine zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafe zunehmend als Freispruch, argumentierte die Ministerin: „Bewährungsstrafen finden vordergründig für manchen Jugendlichen nur auf dem Papier statt. Sie gehen mit dem Gefühl aus dem Gerichtssaal, dass auf die Strafe keine Sanktion folgt. Der Warnschussarrest soll nun eine deutlichere Reaktion auf schwere Straftaten junger Täter ermöglichen und das klare Signal: Bis hierhin und nicht weiter!“

„Bewährungsstrafen stehen oft am Anfang einer kriminellen Karriere. In Zukunft besteht die Möglichkeit, parallel zu einer Bewährungsstrafe einen bis zu vierwöchigen Warnschussarrest anzuordnen. So lernen die jugendlichen Straftäter, was Freiheitsentzug bedeutet. Bei Jugendlichen ist es notwendig, dem Jugendrichter ein weiteres Instrument an die Hand zu geben, um gezielt da anzusetzen, wo der Jugendliche erreichbar ist. Ein solches Instrument ist der Warnschussarrest. Er kann einen straffällig gewordenen Jugendlichen wieder auf den richtigen Weg zurückführen“, so die Ministerin.

 

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