Herrmann eröffnet Sicherheitsexpo 2012

4. Juli 2012 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

In unserer globalisierten und vernetzten Welt ist die Innere Sicherheit ein hochbedeutender Standortfaktor“, betonte heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann als Schirmherr bei der Eröffnung der ‚Sicherheitsexpo 2012‘ in München. „Bayern bietet dafür in höchstem Maße Gewähr.“ Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sei Bayern mit seiner geringen Kriminalitätsbelastung und hohen Aufklärungsquote nach wie vor das sicherste Bundesland. Als Gründe für den Erfolg nannte der Innenminister die hervorragende Arbeit der Bayerischen Polizei und eine gut vernetzte Sicherheitsarchitektur, die ausdrücklich auch die Wirtschaft miteinschließt. „Damit Bayern für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft sicher und attraktiv bleibt, investieren wir kräftig in unsere Polizei“, unterstrich Herrmann. Er verwies dabei auf die 1.000 zusätzlichen Stellen und machte deutlich, dass der Personalstand bei der Bayerischen Polizei im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern weiter ausgebaut werde. Auch bei der Modernisierung der polizeilichen Ausstattung werde Herrmann deutliche Akzente setzen.

Trotz der guten Sicherheitslage gibt es laut Herrmann Bereiche, die ihm Sorgen bereiten: „Ich habe die Internetkriminalität zu einem unserer Schwerpunkte erklärt.“ Allein im vergangenen Jahr wurde das Internet in Bayern über 20.000 Mal als kriminelles Tatmittel genutzt. Der verursachte Schaden lag bei knapp 30 Millionen Euro. Zudem seien Unternehmen immer wieder Ziel von organisierten Cyberattacken und Wirtschaftsspionage. Diesen kriminellen Machenschaften stehe laut Herrmann ein ganzes Bündel vielfältiger Maßnahmen gegenüber. Dazu gehören bei der Bayerischen Polizei unter anderem spezielle Schwerpunktkommissariate in München und Nürnberg, die Netzwerkfahndung beim Bayerischen Landeskriminalamt und die neuen Sonderlaufbahnen für Wirtschafts- und IuK-Kriminalisten. Des Weiteren bietet das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz gezielte Beratungen gegen Wirtschaftsspionage an. „Wir dulden auch im World Wide Web keine rechtsfreien Räume“, fasste Herrmann das hohe Engagement Bayerns gegen Kriminalität im Netz zusammen.

Traditionell wird bei der Sicherheitsexpo auch der Bayerische Sicherheitspreis des Bayerischen Verbandes für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. verliehen. Herrmann überreichte den Preis an drei Unternehmen für ihre herausragenden innovativen Sicherheitsprodukte. Das ist zum einen die Firma Birnthaler aus Parsberg, die ein lichtundurchlässiges Gel entwickelt hat, damit bei Bränden von Photovoltaikflächen ein gefahrloses Löschen möglich wird. Ebenfalls wurden die Firmen Bavaria Zeitsysteme GmbH und Weptun GmbH prämiert, beide mit Sitz in München. Die Firmen haben gemeinsam eine aufwändige Applikation für Smartphones entwickelt, mit der unter anderem Alarmanlagen aktiviert und Standorte übermittelt werden können. Die Firma SimonsVoss Technologies AG in Unterföhring erhielt ihren Sicherheitspreis für einen speziellen Sicherheitsbeschlag für Türen.

Die ‚Sicherheitsexpo‘ wird von der NETCOMM GmbH ausgerichtet und findet heuer bereits zum neunten Mal statt. Dort werden die neuesten Techniken der Gebäudesicherheit, der Freilandsicherung und des Brandschutzes gezeigt. Herrmann: „Die Sicherheitsexpo ist für die Sicherheitsbranche weit über den bayerischen Raum hinaus nicht mehr wegzudenken. Sie bietet dem Fachbesucher vielseitige Einblicke und trägt wesentlich zur besseren Vernetzung aller Sicherheitsakteure bei.“

 

 

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