Um die Verkehrsmoral ist es nicht gut bestellt

3. Juli 2012 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Verkehr | Drucken

Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner hat alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksicht und zu einer konsequenten Beachtung der Straßenverkehrsordnung aufgefordert. Der Anlass für den Appell des Ministers sind eine Reihe schwerer Verkehrsunfälle am vergangenen Freitag und Samstag. In Tetenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg), Norderstedt und Hardebek (beide Kreis Segeberg) verunglückten insgesamt fünf Menschen tödlich, weitere sechs Personen wurden bei Verkehrsunfällen in Pinneberg, Neumünster, Medelby (Kreis Schleswig-Flensburg) und Hardebek (Kreis Segeberg) lebensgefährlich verletzt. Überhöhte Geschwindigkeit, Unachtsamkeit und Fehler beim Einbiegen waren dabei die Hauptunfallursachen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen auf schleswig-holsteinischen Straßen 49 Menschen ums Leben, im ersten Halbjahr 2011 verunglückten 45 Menschen tödlich.

„“Die meisten Unfälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen“, sagte Breitner. Dies geschehe teilweise unbewusst. Die Polizei stelle aber leider oft fest, dass Regeln absichtlich nicht beachtet würden. „Um die Verkehrsmoral ist es nicht gut bestellt““, sagte Breitner, der dafür eine allgemeine gesellschaftliche Entwicklung verantwortlich macht. „“Wichtige Regeln werden nicht mehr als zwingende Verpflichtung empfunden“, sagte der Minister. Mit schärferen Gesetzen, höheren Bußgeldern und zusätzlichen Kontrollen könne man fehlendem Unrechts- und Verantwortungsbewusstsein allein nicht dauerhaft erfolgreich begegnen. Die Polizei werde trotz der hohen Einsatzbelastung den Straßenverkehr weiter intensiv überwachen. „“Allerdings ist jeder Verkehrsteilnehmer verpflichtet, mit seinem eigenen Verhalten für mehr Verkehrssicherheit beizutragen““, sagte Breitner.

 

 

 

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