Modernisierung der Hubschrauberflotte der Bundespolizei abgeschlossen

3. Juli 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Die Bundespolizei erhielt im Juni 2012 die letzten beiden Polizeihubschrauber, die zum Modernisierungsprogramm der Bundespolizeihubschrauberflotte gehören. Dazu fand eine Veranstaltung bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg am 27. Juni statt. Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) und Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nahmen daran teil. Auch die Zivilschutz-Hubschrauber des Bundes mit ihren 12 Standorten in Deutschland gehören zum Modernisierungsprogramm der Hubschrauberflotte.

Es ist das umfangreichste Beschaffungsprogramm der letzten Jahre für die Bundespolizei. Es umfasste die Einsatz- und Schulungshubschrauber der Bundespolizei und im gleichen Zeitraum wurden auch die Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundes ersetzt, die im täglichen Luftrettungsdienst von Pilotinnen und Piloten der Bundespolizei geflogen werden, wies Staatssekretär Fritsche in seiner Rede darauf hin.

Ende Dezember 1997 wurde der erste Liefervertrag für die Flottenmodernisierung mit der Firma Eurocopter Deutschland geschlossen.

Die Auslieferung der ersten drei EC 155 erfolgte im März 1999. Die Lieferung von EC 135 und Super Puma setzten später ein. Die Zivilschutz-Hubschrauber EC 135 wurden im Januar 2007 und die Schulungshubschrauber EC 120 im Dezember 2007 geliefert.

In drei Gewichtsklassen werden ausschließlich moderne Hubschrauber vom Typ EC 120, EC 135, EC 155 und AS 332 Super Puma im Polizeiflugbetrieb und der Luftrettung betrieben.

Staatsekretär Fritsche hob in seiner Rede die Bedeutung der EC 135 als Zivilschutz-Hubschrauber an 12 Standorten des deutschen Luftrettungsnetzes hervor. Dort werde ein wesentlicher Beitrag zur humanitären Daseinsvorsorge geleistet, betonte er. Eine Vielzahl dieser Aufgaben wäre ohne Hubschrauber nicht oder nur mit höherem Aufwand zu bewältigen, sagte Fritsche.

Für die Realisierung des Hubschrauberersatzprogramms dankte Fritsche auch dem Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger.

Sie unterstützen nicht nur die Luftrettung in Deutschland, sondern sind auch für den Katastrophenfall gerüstet. Mit ihrer Hilfe können Verletzte nach erster Behandlung vor Ort schonend und erschütterungsfrei abtransportiert, schnelle notärztliche Hilfe auch an unwägbares Gelände gebracht, Schadensstellen erkundet und überwacht, Bevölkerungsbewegungen beobachtet und gelenkt, radioaktive Strahlung aus der Luft gemessen und Spezialisten und Material herbeigeschafft werden.

Die 16 Zivilschutz-Hubschrauber des Bundesministeriums des Innern (BMI), die an 12 Luftrettungszentren stationiert sind, sind mit dem aktiven Hinderniswarnsystem HELLAS (Helicopter Laser Radar) ausgestattet. Dieses weltweit einzigartige System warnt vor dem Einflug in Hindernisse unter Sichtflugbedingungen bei Tag und Nacht und leistet so einen erheblichen Beitrag zur Steigerung der Flugsicherheit.

Das BBK nimmt alle Aufgaben der Verwaltung wahr, die sich aus dem Betrieb ergeben. Dazu gehören unter anderem die Hubschrauber im Auftrag des BMI zu beschaffen und auszustatten. Um die Ausbildung der Notärztinnen und Notärzte zu unterstützen, findet bis zu zweimal jährlich ein Einweisungsseminar für Ärztinnen und Ärzte auf Zivilschutz-Hubschraubern statt. Das BBK richtet an seiner Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) einmal jährlich das Seminar „Qualitätssicherung für Zivilschutz-Hubschrauber – Jahrestagung“ aus.

Die „Retter in Orange“ wurden im letzten Jahr 17.293 Mal zum Einsatz bei Notfällen gerufen. Die fliegenden Notärzte haben insgesamt 10.897 Patienten direkt am Unfallort behandelt und 4.586 Menschen wurden zur Versortung weitertransportiert.

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