DPolG: Druck auf kriminelle Rocker muss bleiben

28. Juni 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Auflösung des Hells Angels Chapters in Hannover hat die Deutsche Polizeigewerk-schaft (DPolG) mit Interesse zur Kenntnis genommen. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Der Schritt der Auflösung des berüchtigten Rockerclubs um Frank Hanebuth mag medienwirksam inszeniert sein und zeigen ‚Wir sind geläutert‘. Nur – ein Verein kann schnell Geschichte sein, die kriminellen Neigungen einiger Mitglieder des Clubs sind es eher nicht. Es steht zu befürchten, dass manche ehemaligen Mitglieder in den Untergrund gehen, um dort neue Strukturen aufzubauen. Das Geschäft mit Drogen, Waffen und Prostitution ist für viele Rocker immer noch zu lukrativ, als dass sie es von heute auf morgen aufgeben.“

Bundesvorsitzender Wendt fordert deshalb, den Beobachtungs- und Verfolgungsdruck beim Verdacht auf illegales Treiben der Rocker aufrecht zu erhalten. „Die Strafverfolgungsbehörden müssen bundesweit – wie sie es in den vergangenen Wochen in hervorragender Weise geleistet haben – den Rockern zeigen, dass ihre Straftaten im Bereich der Organisierten Kriminalität nicht länger hingenommen werden.

Vorsichtig sollte man jedoch weiterhin agieren, was Verbote von Rockerclubs angeht. Die Typen werden nämlich eher dazu neigen, weiterhin ihren kriminellen Geschäften nachzugehen als einen Häkelclub zu gründen. Was wir brauchen sind verdeckte Ermittler mit weitreichenden Kompetenzen, Razzien und Durchsuchungen. Außerdem muss die Justiz ihre Hausaufgaben machen und mit harten Strafen die Szene abschrecken.“

 

 

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