Justizministerium stockt Mittel für Sexualstraftätertherapie auf

26. Juni 2012 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

Das schleswig-holsteinische Justizministerium stellt mit Wirkung zum 1. Juli 2012 für das laufende Haushaltsjahr weitere finanzielle Mittel für Sexual- und Gewaltstraftätertherapien bereit. Insgesamt 12.700 Euro zusätzlich bekommen zwei Einrichtungen der Pro Familia e.V. in Kiel (Packhaus) und Lübeck (Fachambulanz Gewalt). Sie bieten therapeutische Behandlungsmaßnahmen für Gewalt- und Sexualstraftäter an, die nach der Entlassung aus einer Freiheitsstrafe oder aufgrund richterlicher Weisung eine entsprechende Auflage erhalten haben. Die zusätzlichen Mittel standen aufgrund geringerer Ausgaben für Therapiemaßnahmen im Vorjahr zur Verfügung.

Dazu erklärte Justizministerin Anke Spoorendonk: „“Durch die Erhöhung der Mittel für das zweite Halbjahr können bestehende Wartelisten abgebaut werden. Gerade bei Gefahren für höchstpersönliche Rechtsgüter der sexuellen und körperlichen Integrität müssen rückfallsenkende therapeutische Weisungen der Gerichte und staatsanwaltschaftliche Einstellungsauflagen zeitnah umgesetzt werden. Ich werde mich auch im nächsten Haushalt für die Belange der freien Straffälligenhilfe und des Opferschutzes einsetzen““, betonte die Ministerin.

Das Justizministerium finanziert im Packhaus Kiel derzeit 91 Wochenstunden für therapeutische Arbeit. Hier soll durch eine Aufstockung auf 101 Wochenstunden erreicht werden, dass Sexual- und Gewaltstraftäter zeitnah mit der notwendigen therapeutischen Begleitung stabilisiert werden. Das Nachsorgeprojekt in Lübeck der Fachambulanz Gewalt richtet sich in erster Linie an gerade entlassene Strafgefangene, die nach Verbüßung Ihrer Freiheitsstrafe ihre innerhalb der JVA Lübeck begonnene therapeutische Behandlung fortsetzen sollen. Um den Übergang in die Freiheit nahtlos durch geeignete Therapeuten begleiten zu können, wurden die bisherigen 22 Wochenarbeitsstunden auf 32 Wochenarbeitsstunden erhöht.

 

 

 

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