Gewalt beim Fußball: „Runde Tische“ sind kein Ersatz für Konsequenzen!

26. Juni 2012 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat das heutige Sicherheitsgespräch von Innenminister Herrmann mit Verantwortlichen bayerischer Bundesligavereine grundsätzlich begrüßt. Nach Auffassung des DPolG-Landesvorsitzenden Hermann Benker sind „Runde Tische“ aber kein Ersatz für konsequenteres Vorgehen gegen gewaltbereite Fußballfans. Außerdem gehören laut Benker die Forderungen seiner Gewerkschaft nach einer Kostenbeteiligung an den Polizeieinsätzen ebenso auf die Agenda, wie Sitzplatzvorgaben für „High-Risk-Spiele“ und lebenslange Stadionverbote für Wiederholungstäter.

„Nur wenn jetzt alle Beteiligten endlich am gleichen Strang ziehen, kann die Gewalt in und rund um die Fußballstadien wirksam eingedämmt werden. Dazu bedarf es jedoch konkreter Maßnahmen und des wirklichen Willens der Verantwortlichen bei Politik und Vereinen“, ist Benker überzeugt. Der teilweise Rückbau von Umfriedungen war ebenso ein Fehler wie das Bereitstellen von Depots für Ultras in Stadien.

Die DPolG bekräftigt ihre klare Absage an Pyrotechnik in den Stadien. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine finanzielle Beteiligung des Fußballverbandes an den Kosten der Polizeieinsätze beim Profifußball, wie es etwa bei den Rettungsdiensten schon längst gang und gäbe ist.

Benker erwartet bei den Spielplänen auch mehr Rücksichtnahme und Flexibilität auf andere polizeiliche Großeinsätze. „Die Polizei ist personell längst am Limit! Der Einsatztourismus kann so nicht weiter gehen!“

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