DPolGgegen weiteren Personalabbau

25. Juni 2012 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Der von der Landesregierung geplante Abbau von mehr als 15.000 Stellen im öffentlichen Dienst von Sachsen-Anhalt bis 2020 sorgt immer wieder für Aufregung auch in der Polizei.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft ist gegen einen weiteren Stellenabbau in der Polizei und bezeichnet es als reine Illusion, die Zahl der Polizeibeamten ohne jegliche Lagebeurteilung weiter unter 6000 Stellen zu reduzieren. Fi-nanzminister Bullerjahn muss gewiss sparen, aber nicht am Personal und schon gar nicht bei der Polizei, so Ladebeck

Der Landeschef der DPolG, Wolfgang Ladebeck sagt weiter, der Stellenab-bau in der Landespolizei Sachsen-Anhalt muss endlich aufhören. Die Lan-desregierung muss dieses Vorhaben stoppen und die Einstellungszahlen erhöhen. Ein weiterer Stellenabbau in der Polizei würde langfristig die Ein-satzbereitschaft und die Sicherheit und Ordnung im Lande gefährden.

Die Politik im Land sollte sich ein Beispiel an dem Bundesland Bayern neh-men. Im Gegensatz zu Sachsen-Anhalt, wo Personal abgebaut werde, soll die Polizei in Bayern ausgebaut werden und 1000 neue Stellen erhalten.

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die Belastungen in der Poli-zei werden immer höher. Großeinsätze der Polizei und der tägliche Schicht-dienst bringen schon jetzt die Polizeibeamten an ihre Belastungsgrenzen. Hunderte Polizisten sind schon älter als 50 Jahre und müssen im Schicht-dienst und bei geschlossenen Einsätzen enorme Belastungen überstehen. Personalabbau, Perspektivlosigkeit und massive soziale Einschnitte sind derzeitig die Wegbegleiter der Polizei im Land. Dies muss sich ändern, so Ladebeck.

Es ist gerade in der heutigen Zeit, wo Gewalt und Terror auf der Tagesord-nung stehen wichtiger denn je, dass die polizeiliche Präsenz vor allem in der Fläche erhalten wird. Mit noch weniger Polizei auf der Straße ist diese Aufgabe nicht mehr machbar, so Ladebeck weiter. Leidtragende werden dann die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sein.

Die Landesregierung sollte nicht über einen Personalabbau bei der Polizei nachdenken, sondern eher darüber, wie sie die jährlichen Einstellungszah-len erhöhen will. Die derzeitige Einstellungsrate von 150 Stellen deckt bei weitem nicht die momentanen natürlichen Altersabgänge.

 

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