Die Kripo pfeift auf dem letzten Loch!

25. Juni 2012 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Rheinland-Pfalz | Drucken

Wer glaubt, dass mit besseren Schutzwesten und Fahrzeugen Diebstahl, Raub und Mord besser aufgeklärt werden, denkt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!

„Das ist keine Optimierung, sondern eine Bankrotterklärung.“ So oder ähnlich äußern sich immer häufiger auch Dienststellen- und Behördenleiter über die durch das Innenministerium veranlasste Organisationsoptimierung.

Weit über 1,7 Millionen Überstunden, steigende krankheitsbedingte Ausfälle, abnehmende Dienstfähigkeit insbesondere bei älteren Kolleginnen und Kollegen und familienfeindliche Arbeitszeiten, bei dem man morgens nicht weiß, ob man abends zu Hause oder an irgendeiner Imbissbude isst und rechtswidrig lange Dienstzeiten die Regel sind!

Das ist die erschreckende Realität bei der rheinland – pfälzischen Polizei und nicht die Schönrederei von Innenminister Roger Lewentz (SPD) über tolle Aufklärungsquoten und besser Schutzwesten. .

Optimieren heißt eigentlich besser machen. Wer jedoch Personal abbaut, Fachkommissariate auflöst und damit Fachkompetenzen vernichtet, macht nichts besser sondern riskiert ein Chaos. Insider wissen längst, dass auch der versprochene „Erhalt“ von ländlichen Dienststellen mit 9014 Beamtinnen eine politische Lüge ist. Für Bürger werden die Wege länger und sie werden zukünftig wohl wesentlich länger an Tat- und Leichenfundorten auf ihre Polizei warten müssen.

Behördenleiter versuchen mit aller Finesse, dieses Chaos dennoch zu organisieren.

Erste Pressemeldungen in Richtung LKA belegen dabei ihre Verzweiflung: Wenn ein Bundesland wie RP die für teures Geld aufgebaute Datenbank „Viclas“, die der Aufklärung von Mordfällen und schweren Serienstraftaten dient, personell nicht mehr aufrechterhalten werden kann, ist bald das Licht aus.

Viele Kollegen können mittlerweile wegen ihrer Überstunden viele Monate vorher in Pension gehen, ohne dass sie sofort oder später ersetzt werden. Die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen werden bei nachlassenden Karrierechancen immer stärker belastet.

Alle Einwände der Behördenleiter stoßen jedoch im Innenministerium auf taube Ohren. Behörden- und Dienststellenleiter werden offensichtlich nur noch gebraucht, um ihren Mitarbeitern die Grausamkeiten des Ministeriums nach und nach beizubringen.

 

 

Rheinland-Pfalz kann sich das alles zwar nicht leisten – aber sie machen’s einfach.

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