Forschungssymposium an der Deutschen Hochschule der Polizei

22. Juni 2012 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Polizei | Drucken

Für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit trägt die Polizei eine besondere Verantwortung. Eine hochentwickelte Industriegesellschaft wie Deutschland sieht sich angesichts der rasanten technologischen Entwicklung, insbesondere durch die Abhängigkeit von den modernen Informations- und Kommunikationssystemen, mit immer neuen Verletzlichkeiten, Risiken und Bedrohungen konfrontiert. Sicherheit kann deshalb nur durch fortwährende Anpassung von Konzepten und Strategien an diese Entwicklungen gewährleistet werden unter Nutzung aktueller Erkenntnisse von Wissenschaft und Forschung.

Die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster-Hiltrup hat durch die Innenministerkonferenz seit der Fortschreibung des Programms für die Innere Sicherheit 2008/2009 eine Schlüsselrolle bei der polizeilichen Sicherheitsforschung zugewiesen bekommen. Im Rahmen deutscher und europäischer Förderprogramme hat sie die Funktion einer zentralen Koordinations- und Beratungsstelle für die Initiierung polizeilicher Forschungsprojekte übernommen.

Mit dem zweiten nationalen Sicherheitsforschungsprogramm („Forschung für die zivile Sicherheit“ – 2012 bis Ende 2017, vgl. http://www.bmbf.de/de/6293.php) stellt das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) jährlich 55 Mio. Euro für diese Forschung zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt in den kommenden fünf Jahren darin, bei verschiedenen Projekten, die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der polizeilichen und nicht polizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst, Ordnungsbehörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen (Flughäfen, Bahnhöfe, Wasser- und Elektrizitätswerke), etc.) für die Bürgerinnen und Bürger bei der Prävention, Krisenbewältigung und Nachsorge zu verbessern. „Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen (BaSiGo) ist eines der bereits begonnenen Projekte (vgl. u.a. PM der DHPol vom 14.03.2012 http://www.dhpol.de/de/aktuelles/pressemeldungen/dir-12/pressespiegelaktuell.php#a1).

Zum Austausch über den Forschungsbedarf von Polizeibehörden einerseits und innovativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten von Wissenschaft und Wirtschaft andererseits veranstaltete die Deutsche Hochschule der Polizei ein zweitägiges Forschungssymposium mit begleitender Ausstellung (19./20. Juni 2012). Die über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern informierten sich in fünf Themenbereichen über Entwicklungen und Kooperationsmöglichkeiten. Ziel ist die Bildung von Forschungsverbünden, in denen neben technologischen auch rechtliche und gesellschaftliche Aspekte untersucht werden, wobei Grundprinzip dabei stets die Erhaltung einer Balance von Freiheit und Sicherheit ist.

„Ich bin sehr froh, dass es uns durch die Veranstaltung gelungen ist „Vernetzungsplattformen“ zu bilden, die kurzfristig ihre Arbeit aufnehmen, um den Forschungs- und Entwicklungsbedarf der Polizei zu erfüllen“, bilanzierte Hochschulpräsident Klaus Neidhardt am Ende der für alle Teilnehmer gewinnbringenden zwei Tage.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.