Vorbereitung im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz

20. Juni 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das 2. Forum Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz ist eine Seminarreihe des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie verfolgt das Ziel, die Auswirkungen besonderer gesundheitlicher Schadenslagen wie bei EHEC oder Pandemien und deren Bewältigung zu thematisieren.

(Ahrweiler, Bonn, 14.06.2012). „In Deutschland hat die Krise um EHEC-HUS zu Diskussionen über Krisenmanagement und Krisenkommunikation geführt. Die dreifache Katastrophe in Japan mit dem Erdbeben, dem Tsunami und der nuklearen Krise war ein noch nie da gewesenes Katastrophenszenario. Es hat weltweit den Bevölkerungsschutz herausgefordert, über bestehende Schutzmaßnahmen und Notfallkonzepte nachzudenken“, sagte Thomas Mitschke, Leiter der Akademie für Krisenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz (AKNZ). „Wir an der AKNZ nehmen uns dieser aktuellen Szenarien an, um sie unter den Gesichtspunkten des Bevölkerungsschutzes zu erfassen, auszuwerten und neue Erkenntnisse zu gewinnen.“

Das diesjährige 2. Forum Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Gesundheitlichen Bevölkerungsschutz steht unter dem Motto „Vorbereitung“ im Sinne von „Preparedness“. Experten aus verschiedenen Fachrichtungen diskutieren die Anforderungen und Herausforderungen für den gesundheitlichen Bevölkerungsschutz an die Risiko- und Krisenkommunikation, insbesondere aus den Erfahrungen mit den jüngsten Epi- und Pandemien, und stellen neue IT-gestützte Werkzeuge für die Krankenhausvorsorge und methodische Ansätze für eine realitätsnahe Ausbildungs- und Übungspraxis dar.

Neben Diskussionen im Plenum werden die Themen in verschiedenen Arbeitskreisen vertieft und im interdisziplinären Erfahrungsaustausch auf ihre Relevanz für die konzeptionelle Weiterentwicklung und die Qualifizierung der Akteure hinterfragt.

Im Praxisteil des Forums stellt die AKNZ den erreichten Stand der Entwicklung von Task Forces des Bundes im zivilen und militärischen Bereich vor. In Praxis-Workshops können die Teilnehmer zudem methodische Übungsansätze aus dem präklinischen Management wie einen Massenanfall von Verletzten kennen lernen.

Die Veranstaltungsreihe widmet sich besonderen Bedrohungs- und Schadenlagen wie natürlichen Bedrohungen durch bakterielle oder virale Erreger, aber auch beabsichtigten oder unbeabsichtigten Freisetzungen radioaktiver, biologischer und chemischer Stoffe und den damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch, Tier, Lebensmittel und Umwelt.

 

Ziel ist es, Probleme optimiert und systematisiert im Rahmen eines umfassenden interdisziplinären, ressort- und fachdienstübergreifenden Ansatzes zu bearbeiten, der die Zivil-Militärische Zusammenarbeit mit einschließt.

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