Tempo 30 in Städten: DPolG lehnt Vorschlag ab

18. Juni 2012 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Den Vorschlag von Verkehrspolitikern von SPD und Grünen, ein generelles Tempolimit in Städten von Tempo 30 km/h einzuführen, lehnt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ab.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Gegen Tempo-30-Zonen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, aber bitte nur dort, wo diese notwendig sind. Vor Schulen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern muss langsam gefahren werden, da hier schwächere Verkehrsteilnehmer geschützt werden sollen. Eine generelle Vorschrift von Tempo 30 ist jedoch kontraproduktiv und nichts anderes als eine Schlafmützenregelung.

Die Verkehrssicherheit wird grundsätzlich dort erhöht, wo Verkehrsregeln einsehbar sind und Aufmerksamkeit erregen. Die Erfahrung zeigt, dass Autofahrer sich an Verkehrsvorschriften halten, wenn diese für sie nachvollziehbar sind. Das gilt im Übrigen nicht nur für den Verkehr innerorts, sondern auch auf Autobahnen. Dort, wo es vom Verkehrsaufkommen her nötig oder witterungsbedingt angebracht ist, sollte zeitweise 120 km/h als Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben werden. Solche temporären Regelungen erhöhen die Akzeptanz bei Kraftfahrern das Tempo zu drosseln. Die besten Vorschläge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit nutzen im Übrigen nichts, wenn nicht genügend Personal bei der Polizei vorhanden ist, dass die Regelungen überwachen kann.“

 

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