Landesregierung will gute Partnerschaft mit Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes

14. Juni 2012 | Themenbereich: dbb Beamtenbund, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Beim Landesgewerkschaftstag des dbb beamtenbund und tarifunion hat Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Magdeburg den Willen der Landesregierung zu einer guten Partnerschaft mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes unterstrichen. Eine gute Zusammenarbeit sei besonders vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderungen dringend notwendig. Sie beträfen alle Lebens- und Politikbereiche, nicht zuletzt auch den öffentlichen Dienst.

Im Zusammenhang mit der schwierigen Finanzsituation Sachsen-Anhalts warb Haseloff um Verständnis für einen weiteren Personalabbau in der Landesverwaltung: „Ich weiß, dass das bei den Gewerkschaften nicht nur Beifall findet. Gleichwohl ist der Handlungsbedarf unabweisbar.“

Der Ministerpräsident bekannte sich zu einem Stellenabbau mit Augenmaß. Um eine möglichst ausgewogene Altersstruktur im Landesdienst zu gewährleisten und einen Fachkräftemangel möglichst zu verhindern, habe die Landesregierung einen Korridor für externe Neueinstellungen beschlossen. Vorgesehen seien von 2012 bis 2016 insgesamt 2.700 Einstellungsoptionen, also etwa 550 pro Jahr.

Ihm sei bewusst, dass der Personalabbau zu einer enormen Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten geführt habe, betonte der Regierungschef. „Das ist nicht angenehm. Wir müssen uns aber vergegenwärtigen, dass die Länder, die uns im Rahmen des Solidarpakts und des Länderfinanzausgleichs unterstützen, mit weniger Personal auskommen als wir.“

Einem strategischen Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung komme eine immer größere Bedeutung zu. Mit Blick auf die zentralen Aufgaben des Landes sei es notwendig, die Beschäftigten auf ein erfolgs- und qualitätsorientiertes Verwaltungshandeln einzustimmen und entsprechend zu qualifizieren. Als wichtige Schwerpunkte bezeichnete Haseloff den Wissenstransfer der Generation 50 plus auf jüngere Beschäftigte, einen stärkeren Austausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung sowie eine intensive Förderung des weiblichen Führungskräftenachwuchses.

Hintergrund

Die Landesregierung strebt bis 2019 eine Verringerung der Zahl der Vollzeitstellen auf dann 19 Stellen je 1.000 Einwohner an.

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