Früh übt sich, wer ein Meister werden will

14. Juni 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) lud am Dienstag zur Pressekonferenz ins Alte Stadthaus in Berlin ein. Der Jahresbericht des BBK „Wir investieren in die Zukunft“ und der Beileger für Kinder „Bevölkerungsschutz für Jung und Alt“ wurden dort vorgestellt. Das BBK hat dazu auch einen Informationstag organisiert.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zog Bilanz nach einem ereignisreichen Jahr. Ralph Tiesler, Vizepräsident des BBK, und Dr. Klaus-Georg Meyer-Teschendorf, Referatsleiter für Zivil- und Bevölkerungsschutz im Bundesministerium des Innern (BMI) sprachen unter anderem über die Folgen des Klimawandels für den Bevölkerungsschutz, die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung und Ergebnisse der länderübergreifenden Krisenmanagementübung LÜKEX 2011. Katastrophen wie im vergangenen Jahr in Japan (Erdbeben, Tsunami, nukleare Krise) zeigen, wie vielschichtig Notfälle sein können. Auch der Bevölkerungsschutz in Deutschland muss sich auf Notfälle vorbereiten.

Der Info-Tag des Bundesamtes stand ganz im Zeichen von Förderung und Stärkung der Selbsthilfefähigkeit von Bürgerinnen und Bürgern; hier insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Dieser fand für große und kleine Besucherinnen und Besucher vor dem Alten Stadthaus statt. Kinder hatten Gelegenheit in einem Quiz 15 Fragen zur Ersten Hilfe zu beantworten: Wie lautet die Notrufnummer der Feuerwehr, warum ist es gut, eine Taschenlampe im Haus zu haben, wozu braucht man einen Verbandkasten usw.? Das Rauchdemohaus zeigte anschaulich wie schnell es im Haus brennen kann. Es zeigte sich, dass Rauchmelder Leben retten können.

Die Quiz-Fragen zu beantworten lohnte sich, gab es doch für pfiffige Kinder Gewinne wie eine Max-und-Flocke-Trinkflasche oder ein Käppi. Auch Gummibärchen, Stundenpläne und Schlüsselbänder wurden verteilt. Zum Abschied gab es als Wegzehrung eine kleine Stärkung und einen gasgefüllten Luftballon.

Neben den „klassischen“ Einsätzen bei der Suche nach Verschütteten, z.B. nach Erdbeben oder Lawinenabgängen, werden Rettungshunde auch bei der Suche nach einzelnen vermissten Personen eingesetzt. Gesucht wird in eingestürzten Gebäuden, großflächigen Industrieanlagen, aber auch im Wald und auf freien Flächen. Aufgrund des gut ausgeprägten Geruchssinnes des Hundes ist es möglich, mit relativ wenig Personal (Rettungshundeteams) ein relativ großes Gebiet in ausreichend kurzer Zeit abzusuchen.

BBK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lenkten die Aufmerksamkeit insbesondere der jüngeren Besucherinnen und Besucher auf die BBK-Internetseite www.max-und-flocke-helferland.de. Das Bundesamt wendet sich mit diesem Internetangebot an Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 12 Jahren. Bei einem Spiel können sie richtiges Verhalten bei alltäglichen Gefahren lernen. Auf der Helferlandreporterseite können die jungen Nutzer eigene Erfahrungen und Geschichten veröffentlichen. Für Eltern und Lehrer stehen verschiedene Arbeitsblätter mit Bausteinen rund um den Bevölkerungsschutz zur Verfügung, beispielsweise zum Thema Brandschutz.

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