BBK Jahresbericht 2011 in Berlin vorgestellt

12. Juni 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das BBK zieht Bilanz nach einem ereignisreichen Jahr und thematisiert die Herausforderungen der Zukunft. Ralph Tiesler, Vizepräsident des BBK, und Dr. Klaus-Georg Meyer-Teschendorf aus dem BMI sprechen unter anderem über die Folgen des Klimawandels für den Bevölkerungsschutz, die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung und Ergebnisse der länderübergreifenden Krisenmanagementübung LÜKEX 2011.

„Die dreifache Katastrophe in Japan mit dem Erdbeben, dem Tsunami und der nuklearen Krise war ein noch nie da gewesenes Katastrophenszenario. Sie hat uns vor Augen geführt, wie komplex Notfälle sein können und worauf sich der Bevölkerungsschutz auch in Deutschland vorbereiten muss. Wir müssen uns zunächst über die Risiken klar werden: Das BBK hat eine pragmatische und einfach umsetzbare Methode für die Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt. Sie ist geeignet, durch alle Verwaltungsebenen jedwedes Risiko analysieren zu lassen. Auch werden wir Leitfäden für deren Umsetzung entwickeln“, sagte BBK-Vizepräsident Tiesler.

„Wir erforschen, entwickeln und erproben neue Technologien wie z. B. die Simulation in der Ausbildung oder die Lageerfassung mit neuen Möglichkeiten der Fernerkundung für ein innovatives Lagemanagement, um künftige Einsätze besser vorbereiten und durchführen zu können. Ganz besonders im Blick haben wir die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz: Durch den demographischen Wandel und die Wehrstrukturreform haben sich die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement geändert. Dazu haben wir ein Forschungsprojekt initiiert und unterstützen das Bundesministerium des Innern bei dem Förderpreis ‚Helfende Hand’.“

In jeder Katastrophenlage aber auch bei weniger gravierenden Notfällen kommt der Selbsthilfefähigkeit der Bürgerinnen und Bürger große Bedeutung zu. Nur im Wissen um bestehende Risiken kann die Bevölkerung einen eigenen Beitrag zur Risikominimierung und Schadensbewältigung leisten. Die Steigerung der Selbsthilfefähigkeit der Menschen ist daher eine Herausforderung für das BBK. Eine Bevölkerung, die im Schadensfall Selbsthilfefähigkeiten besitzt, ist eine gute Basis auf der die professionelle Hilfe der Gefahrenabwehr aufbauen kann.

Besonders nachhaltig kann das BBK das Wissen um Brandschutz, Erste Hilfe, die Nutzung des Notrufs, das Verhalten bei Gewitter und weiteres bei Kindern und Jugendlichen platzieren. Die Internetseite für die Sieben- bis Zwölfjährigen www.Max-und-Flocke-Helferland.de will mit Spiel und Spaß Wissen platzieren, das auch den Erwachsenen später in Notsituationen selbsthilfefähig macht.

Quelle: BMI

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