Personalbedarfsplanung

8. Juni 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Als Griff nach dem Strohhalm bezeichnet die DPolG, Landesband Brandenburg, die Erhöhung der Lebensarbeitszeit für Polizeibeamte um 7 Jahre. Die Landesregierung verkennt nach wie vor die Problematik des realen Kriminalitätsgeschehens sowie die Gesundheits- und Leistungsrealitäten bei der Landespolizei. Seit Jahren wird im Innenministerium ignoriert, dass der Einstellungskooridor von 200 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten nicht ausreichend ist. Im Jahr 2020 werden bedeutend weniger Polizisten im Dienst sein, als die Zielzahl 7.000 vorsieht.

Die Stellenplanungen bei der Landespolizei entsprechen dem finanzpolitischen Wunschdenken der Landesregierung. Sie beruhen aber nicht auf einer fachorientierten Aufgaben- und Sicherheitsanalyse. Diese ist notwendig, um einer Überlastung der Organisation entgegenzuwirken. Es kann nicht Wunsch der Landesregierung sein eine kranke und alte Polizei zu haben. Die DPolG Brandenburg spricht sich für eine zügige Erhöhung der Einstellungszahlen aus und ist strikt gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für Polizeibeamte.