Netzwerkgründung gegen Homophobie

31. Mai 2012 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Im Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales M-V gründete sich gestern das „Netzwerk gegen Homophobie in Mecklenburg-Vorpommern“. Auf Einladung des LSVD – Landesverbands der Lesben und Schwulen in MV Gaymeinsam e.V. und dem Ministerium, trafen sich Vertreter aus der Politik, der Verwaltung der Landkreise, der Landespolizei M-V, von freien Trägervereinen und der Wirtschaft.

Den Anwesenden wurde nach der Themeneinführung deutlich, dass die Gründung des Netzwerkes zu begrüßen ist. Die Anwesenden erklärten folgendes: Homophobie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sie zu bekämpfen, ist die Pflicht der ganzen Gesellschaft. Die Unterzeichner/Unterzeichnerinnen dieses Aufrufes sind sich einig, dass Homophobie nicht tatenlos hingenommen werden darf. Wir wollen der verbreiteten Homosexuellenfeindlichkeit gemeinsam entgegentreten. Deswegen haben wir uns im „Netzwerk gegen Homophobie Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeschlossen. Homophobie geht uns alle an. Denn Homophobie ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Gesellschaft. Es darf kein Mensch aufgrund seiner sexuellen Identität, aufgrund des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Behinderung, der Heimat und der Herkunft, des Glaubens und der religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt werden. Bei der Freiheit des Einzelnen und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung dürfen in einer demokratischen Gesellschaft keine Abstriche gemacht werden. Wir, die Unterzeichner/Unterzeichnerinnen dieses Aufrufes, verpflichten uns, im Alltag jeglicher Form von Diskriminierung entgegenzutreten. Wir engagieren uns für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Unser Ziel ist ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen Homophobie, das Hass und Intoleranz offensiv entgegentritt und die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen fördert.

Maik Exner-Lamnek, Sprecher des neuen Netzwerkes und Vorstandsmitglied von VelsPol M-V erklärt: Die Gründung des Netzwerkes ist ein erster Anfang, eine kleines Pflänzchen im Kampf gegen Homophobie in unserem schönen Bundesland. Das Thema Homophobie darf nicht tot geschwiegen werden. Straftaten gegen Homosexuelle finden nahezu täglich statt. Das Problem ist, dass die Geschädigten die Taten nicht anzeigen. Wir, das Netzwerk, brauchen Verbündete um das Thema öffentlich zu machen. Es gilt zum einen, das Thema Homophobie allen Bürgerinnen und Bürger im Land bewusst zu machen und zum anderen den Geschädigten Mut zu geben, mit ihrem Erlebten umgehen zu können und sich die notwendige Hilfe zu holen. Beides kann nur mit einer Vernetzung gelingen. Dafür tritt das Netzwerk ein.

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