Öffentliche Beförderungen reichen nicht aus

30. Mai 2012 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen verlangt bessere Perspektiven für alle Polizeibeschäftigten in Niedersachsen. Innenminister Uwe Schünemann hatte erstmals beim Empfang der Landesregierung – am 29. Mai in Marklohe bei Nienburg – einzelne Beförderungen von Polizistinnen und Polizisten vorgenommen. Zudem sagte Schünemann, er sei stolz auf die Arbeit der Polizei in Niedersachsen. „Wir gratulieren allen zum 1. Juni beförderten Kolleginnen und Kollegen. Allerdings reicht es lange nicht aus, einzelne Beförderungen vorzunehmen und für den großen Rest lediglich Worte der Wertschätzung übrig zu haben“, sagt GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff.
„Während auf großer Bühne wenige befördert werden, ist die Mehrzahl der Polizeibeschäftigten gänzlich ohne Perspektive“, erläutert er. Insgesamt würden immer mehr Polizeibeamtinnen und -beamte bis zu 10 Jahre und länger auf eine Beförderung vom Kommissar zum Oberkommissar (A 9 nach A 10) warten oder mit dem Einstiegsamt A 9, teilweise nach 45 Jahren Arbeit für die öffentliche Sicherheit, in den Ruhestand gehen. „Gerade lebensältere Kollegen haben oft keinerlei Chance mehr auf A 10. Das ist ein Skandal!“, betont Dietmar Schilff.
„Die jetzige Landesregierung muss dafür sorgen, dass sich schon in den verbleibenden knapp acht Monaten bis zur Landtagswahl die Perspektiven für die Gesamtpolizei verbessern“, fordert der GdP-Landesvorsitzende. „Wenn der Minister mit der Kriminalstatistik in der Champions League spielen will, können die Leistungsträger nicht wie in der Landesliga bezahlt werden! Da nützen der Polizei Symbolhandlungen gar nichts. Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen jetzt ein rasches Zeichen echter Wertschätzung, nachdem die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit seit Jahren verschlechtert worden sind, wie zum Beispiel durch das ersatzlose Streichen von Weihnachts- und Urlaubsgeld“, fordert der Landesvorsitzende: „Und ganz vergessen wurden das Tarifpersonal sowie die Verwaltungsbeamtinnen und -beamten, die für die Aufgabenerfüllung der Polizei notwendig sind und hervorragende Arbeit leisten“, sagt Dietmar Schilff abschließend.

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