Polizei wird kaputtgespart

22. Mai 2012 | Themenbereich: CDU | Drucken

Der Bestenseer CDU-Landtagsabgeordnete Björn Lakenmacher hat vor einem weiteren Stellenabbau bei der Polizei gewarnt. Der im Zuge der Polizeireform bis 2020 betriebene Abbau werde „deutlich spürbare Auswirkungen auf die Erreichbarkeit und die Präsenz der Polizei“ in Dahme-Spreewald und besonders im Revierbereich Lübben haben, sagte er.

In Dahme-Spreewald soll die Zahl der Polizisten von 214 auf 186 sinken. Die Arbeitsbelastung werde weiter zunehmen. „Das wirkt sich weiter negativ auf die Motivation und die Krankenstände unserer heute schon am Limit arbeitenden Polizisten aus“, so Lakenmacher, der innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion ist. Zahlen für Dahme-Spreewald belegten das schon heute. Die Polizeibediensteten im Inspektionsbereich seien im Jahr 2008 durchschnittlich 27 Tage krank gewesen, im Jahr 2011 waren es bereits 30, in Lübben sogar 39 Tage. Lakenmacher nannte es „grob fahrlässig und schlicht eine politische Fehlentscheidung“, weniger junge Polizisten einzustellen. Er kritisierte außerdem die Verteilung der fünf Funkstreifenwagen im Kreis. Für den Revierbereich Lübben sei nur ein Wagen im Einsatz, der knapp 70 Prozent der Gesamtfläche des Kreises abdecken müsse.

Der CDU-Politiker sieht auch ein Missverhältnis zwischen dem Personalbestand und den steigenden Anforderungen. So habe sich die Zahl der Auto-Diebstähle in Dahme-Spreewald seit 2005 fast verdoppelt, im Revierbereich Lübben mehr als verdreifacht. Die Aufklärungsquote sei rückläufig. Lakenmacher: „Unsere Polizei darf nicht weiter kaputtgespart werden.“

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