Eine grenzüberschreitende Katastrophenschutzübung

17. Mai 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Die internationale Stabsrahmenübung „SEISMO 12“ fand vom 8. bis 10. Mai 2012 statt. Unter der Leitung des schweizerischen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) übten die Führungs- und Krisenorganisationen von zahlreichen Partnern im Bevölkerungsschutz aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz die Bewältigung eines schweren Erdbebens. Das BBK unterstützte im Vorfeld die Stabstelle des teilnehmenden Landkreises Lörrach bei der Erarbeitung des Vorbereitungsprogramms und nahm an der Übung als Beobachter teil.

Der Landkreis Lörrach / Regierungsbezirk Freiburg im Breisgau war mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts, der Hilfsorganisationen sowie der integrierten Leitstelle beteiligt. Vor dem Hintergrund der ausgewiesenen Erdbebengefährdung in der Region basierte das Szenario auf dem historischen Erdbeben von Basel im Jahr 1356. Auf der deutschen Seite übten die Landratsämter Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut, die Regierungspräsidien Freiburg und Karlsruhe, die Bundeswehr sowie verschiedene Hilfsorganisationen wie Bergwacht, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk die Bewältigung verschiedener Problemstellungen, die sich aus diesem Szenario ergaben.

Bei einer Stabsrahmenübung wird das Vorgehen von Verwaltungseinheiten geprobt, das sich an einem entwickelten Szenario orientiert. Dies bedeutet, dass operative Einheiten wie zum Beispiel Feuerwehr, Polizei oder Rotes Kreuz nicht vor Ort an den angenommenen Schadensstellen im Einsatz sind, sodass diese Übung meist nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Das Hauptaugenmerk der internationalen Übungsbeobachtung lag insbesondere auf den folgenden Punkten:

  •  Überprüfung der Bereitschaft und Durchhaltefähigkeit der übenden Stabsorganisationen bei der Bewältigung einer Erdbebenkatastrophe,
  •  Überprüfung der Bereitschaft des neuen Bundesstabs ABCN (BST ABCN) unter besonderer Berücksichtigung der bevölkerungsschutzrelevanten Lage (BREL) sowie des Ressourcenmanagements Stufe Bund (ResMaB),
  •  Überprüfung der Zusammenarbeit zwischen den Kantonalen Führungsstäben (KFS), den Kantonalen Territorial Verbindungsstäben (KTVS), dem BST ABCN, den Organen der sicherheitspolitischen Führung des Bundes und Stellen im Ausland gemäß dem Einsatzkonzept „Erdbeben“ und der Vorsorgeplanung „Erdbeben (Schweiz)“.

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