Kooperationsvereinbarung zur Integration Haftentlassener in den Arbeitsmarkt

16. Mai 2012 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

In der Zeit unmittelbar nach der Entlassung ist die Gefahr des Rückfalls in Straffälligkeit besonders hoch. Eine geregelte Arbeit oder ein Ausbildungsplatz tragen entscheidend dazu bei, dass Haftentlassene wieder in der Gesellschaft Fuß fassen.

„Unser Ziel ist deshalb die Stärkung des arbeitsmarktorientierten Übergangsmanagements“, sagte der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Durch die Förderung der Erwerbstätigkeit wollen wir die Haftentlassenen befähigen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Kräften zu decken“, so der Minister weiter. „Mit der Kooperationsvereinbarung haben wir deshalb verbesserte Rahmenbedingungen für die frühzeitige Unterstützung der Gefangenen bei der Aufnahme einer Beschäftigung bzw. Ausbildung unmittelbar nach der Haft geschaffen.“

Der Minister bedankte sich bei allen Beteiligten und lobte die gemeinsamen Anstrengungen der Justizvollzugsanstalten und der örtlichen Agenturen für Arbeit.

Die neue Kooperationsvereinbarung sieht unter anderem vor, dass die erste Beratung der Gefangenen durch die örtliche Agentur für Arbeit bereits sechs Monate vor dem voraussichtlichen Entlassungszeitpunkt erfolgt. Drei Monate vor der Entlassung nimmt dann die örtliche Agentur für Arbeit die Vermittlungstätigkeit auf, um dem zu entlassenden Häftling einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu suchen. Die Justizvollzugseinrichtungen unterstützen die Gefangenen beim Ausfüllen der von der Agentur benötigten Unterlagen und bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Ferner wird den Gefangenen die Kontaktaufnahme zum Servicecenter der Bundesagentur für Arbeit zur Vereinbarung von Gesprächsterminen mit Beratungs- und Vermittlungsfachkräften am zukünftigen Wohnort ermöglicht.

Die neue Kooperationsvereinbarung zur Integration Haftentlassener in den Arbeitsmarkt wurde mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit entwickelt.

 

 

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