IMK-Vorsitzender Lorenz Caffier sieht Gewaltbereitschaft der Salafisten in Deutschland mit Sorge

10. Mai 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Am Rande eines Treffens mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime in Deutschland Aiman A. Mazyek sagte der Vorsitzende der ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier:  „Ich betrachte die Entwicklung der Gewaltbereitschaft der Salafisten in Deutschland mit Sorge und teile die dahingehenden Auffassungen meiner Amtskollegen. Aus diesem Grunde werden wir uns mit dem Thema Salafismus als besonders extreme Form des Islamismus in der Frühjahrstagung der IMK Ende Mai ganz sicher auseinander setzen. Ausgeprägte Angriffe wie in den letzten Tagen gegen die Polizei als Vertreter des Staates hat es bisher in der Bundesrepublik nicht gegeben. Das nunmehr gezeigte Verhalten bestätigt jedoch, dass Salafisten alle anderen Staatsformen als den sogenannten Gottesstaat ablehnen und bereit sind, in kämpferisch-aggressiver Art und Weise gegen die Bundesrepublik vorzugehen. Neben gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksextremisten sind nun offensichtlich auch gewalttätige Auseinandersetzungen von Rechtsextremisten und Salafisten zu befürchten. Eine wehrhafte Demokratie wie die Bundesrepublik Deutschland darf sich solche Angriffe von Extremisten nicht bieten lassen. Da spielt es keine Rolle, ob die Motivation politisch rechts, links oder religiös begründet ist.“

Gleichzeitig mahnt Lorenz Caffier aber auch zur Sachlichkeit:  „Salafisten sind eine extreme Strömung innerhalb der Glaubensrichtung des Islams. Wir würden etwa 4 Millionen Muslimen in Deutschland unrecht tun, wenn wir sie zusammen mit 3.800 Salafisten unter Generalverdacht stellten. Die überwiegende Mehrheit der Muslime in Deutschland steht zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik. Eine Glaubensrichtung unter Generalverdacht zu stellen hieße auch, in überkommene Denkmuster zurück zu fallen und den Neonazis geistige Schützenhilfe zu bieten. Das kann nicht unser Ziel sein.“

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.