Sicherheitstraining bei der Polizei gekürzt

9. Mai 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die ausufernde Gewalt in all ihrer Brutalität wird nicht nur mehr gegen wehrlose Opfer ausgeführt, sondern auch gegen diejenigen, die Menschen vor Gewalt schützen sollen.

Auf Berlins Straßen werden Passanten und BVG-Personal in aller Öffentlichkeit zusammengeschlagen, es wird geschossen, Banden versuchen sich rechtsfreie Räume zu schaffen und Polizei wird nicht nur nicht mehr respektiert, sondern immer öfter massiv und brutal angegriffen. Das jüngste Beispiel mit dem Angriff auf zwei Schutzpolizisten im Streifenwagen zeigt deutlich, dass die Tötung von Polizeibeamten, wie auch in anderen Fällen nicht nur billigend in Kauf genommen wird, sondern vielleicht sogar das Ziel war.

„Es ist schockierend aber auch einer politischen Entwicklungsrichtung geschuldet, dass sich zwar die überwiegende Mehrzahl unserer Mitmenschen für ein soziales Miteinander einsetzen, aber mehr und mehr auch andere dazu bereit sind das menschliche Leben wie eine Computersimulation in einem Kriegsspiel zu behandeln.“ sagt der Landesvorsitzende Michael Böhl

Die Entwicklung unserer Kinder fängt im Elternhaus an und setzt sich in der Schule fort, wird aber tagtäglich von dem gesellschaftlichen Umfeld geprägt, wo Rücksichtslosigkeit und Gewalt schon an der sichtbaren Tagesordnung sind.

Erziehung, Bildung, Polizei und Justiz tragen maßgeblich gemeinsam zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei und trotzdem wurden hier seit Jahren massive Einsparungen vorgenommen.

„Ich kann nicht verstehen, warum trotz steigender Gewalt gegen Polizeibeamte und immer gefährlicheren Einsätzen, das Sicherheitstraining für Schutz- und Kriminalpolizei massiv gekürzt wurde.“ so Böhl weiter.

Sicheres und besonnenes Handeln kommt allen zugute, wie zuletzt tragisch bewiesen wurde. Respekt und Anerkennung den Kolleginnen und Kollegen!

Der BDK fordert ein besseres Sicherheitstraining, ausreichend personelle Ausstattung und angemessen Bezahlung der Berliner Polizeibeamtinnen und -beamten.

 

 

 

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