„Rechtsextremisten dürfen nicht über gefährliche Schusswaffen verfügen“

4. Mai 2012 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

„Waffen haben in der Hand von gewaltbereiten Rechtsextremisten nichts zu suchen. Wo dazu der Verdacht besteht, muss der Rechtsstaat konsequent einschreiten. Bei der Jagdstaffel haben das Polizei und Staatsanwalt vorbildlich getan“, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu den Ermittlungen gegen Mitglieder der rechtsextremistischen Organisation „Jagdstaffel D.S.T.“. Herrmann bedankte sich bei den Einsatzkräften von Polizei und Staatsanwaltschaft für das konsequente Vorgehen gegen führende Mitglieder der Jagdstaffel. „Die Sicherheitsbehörden und der Verfassungsschutz haben die Szene schon länger im Visier. Diese Leute verfolgen ganz offensichtlich wirklich fanatisch rechtsextremistisches Gedankengut. Uns hat vor allem alarmiert, dass die Verdächtigen intensive Schießübungen, beispielsweise bei Ausflügen nach Tschechien, absolviert haben. Die Gefährlichkeit dieser Szene darf niemand unterschätzen.“

Bei der Durchsuchung an insgesamt 31 Objekten wurden mehrere Beweismittel sichergestellt. Es wurden unter anderem scharfe Munition, Schusswaffen und verbotene Gegenstände wie Schlagringe aufgefunden. Die Gegenstände werden derzeit überprüft und mit weiteren Beweismitteln wie Nazi-Devotionalien, Propagandamaterial und Speichermedien ausgewertet.

Die Jagdstaffel D.S.T. wurde 2009 als „Jagdstaffel Süd“ gegründet. Die Umbenennung erfolgte 2010, wobei die Buchstaben „D.S.T.“ für „Deutsch.Stolz.Treu“ stehen. Bei den Mitgliedern handelt es sich in der Regel um langjährige Aktivisten der rechtsextremistischen Skinhead-Szene aus dem Raum Geretsried/Wolfratshausen und München. Die Mitglieder der Jagdstaffel D.S.T. nehmen an verschiedenen Veranstaltungen der rechtsextremistischen Szene insbesondere im Großraum München teil. Mitglieder reisen gelegentlich auch ins Ausland, um dort an Schießständen mit Waffen zu schießen oder an sog. „Paintball-Turnieren“ teilzunehmen.

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