‚Könner durch Er-Fahrung‘ im Jahr 2011 – Unfallrisiko um ein Drittel niedriger“

4. Mai 2012 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

9.446 Teilnehmer haben im Jahr 2011 an dem Fahrsicherheits-Programm ‚Könner durch Er-Fahrung‘ mitgemacht. Seit dem Start der Aktion 1984 sind insgesamt fast 419.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer geschult worden. Bei diesem kostenlosen Verkehrssicherheitstraining können junge Leute, die seit ein bis zwei Jahren ihren Führerschein haben, testen, ob sie schon zu den Könnern zählen. Das Innenministerium fördert die Aktion jährlich mit 85.000 Euro. Staatssekretär Gerhard Eck sagte bei der Bilanzveranstaltung der Landesverkehrswacht Bayern zu diesem Fahrsicherheitstraining: „Dass sich das Training lohnt, zeigt einen Untersuchung der TÜV-Akademie Bayern. Danach liegt bei den Aktionsteilnehmern von ‚Könner durch Er-Fahrung‘ das Unfallrisiko etwa ein Drittel niedriger als bei Verkehrsteilnehmern ohne entsprechende Schulung.“

Der Staatssekretär forderte die jungen Fahranfänger auf, noch zahlreicher bei diesem Programm mitzumachen. Trainieren, Korrigieren und Erfahrungen gewinnen seien die Ansatzpunkte für die Aktion der bayerischen Verkehrswachten. Dabei gehe es in erster Linie um ein selbstkritisches Hinterfragen der eigenen Fähigkeiten. Geboten werden aber auch praktische Fahrübungen und es gibt Tipps für kritische Situationen im Straßenverkehr.

Innenstaatssekretär Gerhard Eck verwies darauf, dass die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von 18- bis 24-jährigen seit einigen Jahren zwar erfreulicherweise zurückgingen. Dennoch seien die jungen Leute weiterhin die häufigsten Unfallverursacher. Die Unfälle beruhten in erster Linie auf geringer Fahrpraxis, fehlender Routine beim Ausgleich gefährlicher Situationen, auf nicht angepasster Geschwindigkeit und zum Teil hoher Risikobereitschaft. Eck: „Genau diese Erkenntnisse sprechen dafür, dass wir junge Fahranfänger auch nach ihrem Führerscheinerwerb noch gezielt unterstützen. Das Programm ‚Könner durch Er-Fahrung‘ setzt hier an. Denn wer den Führerschein in der Tasche hat, der hat zwar gezeigt, dass er die Verkehrsregeln kennt, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass junge Fahranfänger sofort den Anforderungen im alltäglichen Straßenverkehr gewachsen sind.“

Abschließend rief der Innenstaatssekretär dazu auf, die Aktion auch weiterhin zu unterstützen, damit möglichst viele junge Fahrer zu echten Könnern durch Erfahrung werden. Sein Dank galt insbesondere den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die dazu beigetragen haben, dass mehrere junge tausend Leute nun als Autofahrer besser im Straßenverkehr zurechtkommen.

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