Heilbronner Polizistenmord: BKA-Präsident Ziercke dankt der Soko Parkplatz

4. Mai 2012 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Beim Besuch im Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) hat sich der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA) Jörg Ziercke bei LKA-Präsident Dieter Schneider und dessen Mitarbeitern über die Ermittlungen im Heilbronner Polizistenmord informiert. „Bei uns allen hatte diese Tat, die wir als Angriff auf die gesamte Polizei empfunden haben, große Betroffenheit ausgelöst. Jahrelange Ermittlungsarbeit und die Überprüfung tausender Spuren und Hinweise belegen, dass sich unsere Ermittler trotz Rückschlägen nie entmutigen ließen“, betonte LKA-Präsident Dieter Schneider.

BKA-Präsident Ziercke: „Ich danke der Soko Parkplatz für ihre bisher geleistete Arbeit. Inzwischen wissen wir, dass die ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter und ihr schwerverletzter Kollege ein Opfer der Zwickauer Terrorzelle sind.“ Nun werden die weiteren Ermittlungen im Auftrag des Generalbundesanwalts zentral durch das Bundeskriminalamt im Gesamtermittlungskomplex gegen Mitglieder und Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds fortgeführt.

Nachdem im Wohnmobil der am 4. November 2011 nahe Eisenach tot aufgefundenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die bei dem Mordanschlag auf die beiden Polizisten in Heilbronn geraubten Dienstpistolen sichergestellt worden waren, schaltete sich die Soko Parkplatz des LKA Baden-Württemberg sofort in die Ermittlungen ein. Mit der Übernahme des Verfahrens durch den Generalbundesanwalt wurde die Soko Parkplatz in die Ermittlungen des BKA integriert, um mögliche Bezüge der Mitglieder und Unterstützer des Nationalsozialistischen Untergrunds nach Baden-Württemberg und Heilbronn zu klären. Jetzt werden die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen planmäßig vom BKA übernommen. Ziercke und Schneider hoffen, dass auch diese Tat vollständig aufgeklärt wird.

Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr war die 22-jährige Michèle Kiesewetter auf der Heilbronner Theresienwiese erschossen und ihr damals 24-jähriger Kollege mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzt worden. Beide waren damals bei der 5. Bereitschaftspolizeiabteilung Böblingen und befanden sich in einem Unterstützungseinsatz für die Polizeidirektion Heilbronn.

 

 

 

Zunächst hatte die Polizeidirektion Heilbronn im Auftrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn mit großem Personaleinsatz und intensiven Fahndungsmaßnahmen die Ermittlungen nach den unbekannten Tätern aufgenommen. Diese waren von Anfang an auch in der Öffentlichkeit mit großem Interesse und hoher Emotionalität verfolgt worden. Dennoch ergab sich trotz aller Anstrengungen bis November 2011 keine heiße Spur.

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