Schöffen im Bildungszentrum der Thüringer Polizei

3. Mai 2012 | Themenbereich: Justiz, Thüringen | Drucken

Am 28. April 2012 hat die Vereinigung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter VERM zu einer Fortbildungsveranstaltung in das Bildungszentrum der Thüringer Polizei nach Meiningen eingeladen. 40 interessierte Schöfinnen und Schöffen sind der Einladung gefolgt. Zu Beginn wurde den Teilnehmern Dank für ihre ehrenamtliche Richtertätigkeit vom Vizepräsidenten des Landgerichts Meiningen Herrn Detlef Popp ausgesprochen.

Er beschrieb die wichtige Aufgabe des Amtes. Die Transparenz der Gerichte sollen durch das Ehrenamt nach Außen getragen werden – und – so betonte er weiter: „durch diese Tätigkeit ist es eben keine Floskel wenn es im Urteil heißt: ‚Im Namen des Volkes'“, denn Schöffen sind maßgeblich am Urteil beteiligt.

„Kann ich mit Urteilen leben, an denen ich beteiligt bin“ eine Betrachtungsweise mit der Schöffen lernen müssen umzugehen. Die Referentin Regionalbischöfin Marita Krüger vom Propstsprengel Meiningen-Suhl versuchte mit mehreren Thesen eine Hilfesrtellung zu geben, wie man mit seinem Gewissen diese Situation meistern kann und zeigte Grundsätze auf.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde in einem Vortrag die Polizeiausbildung in Thüringen von Polizeioberkommissar Michael Storch vorgestellt. Er gab einen groben Überblick über die zahlreichen Ausbildungsstationen eines Polizeianwärters und zeigte auch Schwierigkeiten des Berufes und die sinkende Akzeptanz auf.

Zum Schluß (kam das interessante Thema, wie sich herausstellen sollte) die Erläuterungen zu Personal- und Sachbeweisen. Herr Kriminalhauptkommissar André Volk schilderte in seinem Vortrag eindrucksvoll die Arbeit der Ermittlung und die Fragestellung: „Haben wir stichhaltig bewiesen, dass der Täter überführt werden kann? Reichen unsere bisherigen Ermittlungen aus? Was muss noch beachtet werden um den Tathergang möglichst lückenlos aufzeigen zu können?“.

Der praktische Teil wurde im Labor im Hörsaalgebäude der BZThPol von Herrn Kriminalhauptmeister Reiner Kroker durchgeführt. „Kein Tatort ohne Spuren und sind sie noch so klein“, so Kroker (dies könnte auch das Thema eines nächsten Seminars sein) das ist unsere ureigenste Aufgabe. Daktyloskopische Arbeit wurde erläutert sowie weitere interessante Erklärungen hierzu. Die umfassende physikalischen und chemischen Zusammenhänge zu kennen ist Grundvoraussetzung für diese Arbeit.

Er gab einen groben Überblick über Spuren die man „lesen“ kann. Die Teilnehmergruppe musste auf Grund der Größe geteilt werden, da nicht alle „ins Labor passten“, aber man stellte sich spontan auf diese Situation seitens BZThPol ein.

Der Vorsitzende von VERM Herr Andreas Höhne hob zum Abschluß des Seminars die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Richter hervor die den Bedarf sehen sich weiterzubilden und freute sich über den enormen Zuspruch zu dieser Veranstaltung. Er richtete einen besonderen Dank an die Thüringer Polizei, die sehr praxisbezogen aufzeigte wie die Arbeit im Polizeidienst aussieht und mit welchem Engagement die Polizisten in Thüringen unterwegs sind und welchen Beitrag die Bildungsstätte dazu beitragen kann. Alle Teilnehmer waren beeindruckt und forderten einen erneuten Besuch ein, den VERM sicher nachgehen wird.

 

 

Tabea Höhne

Seminarleiterin

 

 

 

Sem

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