BDSW Technik-Tagung 2012 – Agenda 2020 – Ein Blick in die Zukunft.

3. Mai 2012 | Themenbereich: Security | Drucken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iin Anwesenheit des IHK-Präsidenten und BDSW-Mitgliedes Bernd Bechtold, des BDSW-Vizepräsidenten Peter H. Bachus und des BDSW-Landesgruppenvorsitzenden Albert Haber fand die BDSW Technik-Tagung unter dem Motto „Agenda 2020 – Ein Blick in die Zukunft“ am 25. April statt. Über 100 Experten für sicherheitstechnische Dienstleistungen waren anwesend. Unter der Führung der Vorsitzenden des Fachausschusses Technik im Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Wolfgang Wüst und Holger Kierstein, stellten sich behördliche und Vertreter aus der Wirtschaft in Referaten über die künftige Entwicklung von Alarm- und Interventionsdienstleistungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Die Welt um uns herum ändert sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. So hat ein amerikanischer Computerhersteller mit seinen Produkten innerhalb weniger Jahre den gesamten Markt für mobile Telefone und Tablet-PC’s neu verteilt. Apps bestimmen unseren Alltag, neue Geschäftsmodelle entstehen und andere verschwinden“, so Wolfgang Wüst. Das private Sicherheitsgewerbe gehöre seit 111 Jahren zum Straßenbild der Gesellschaft. In den vergangenen 10 Jahren habe sich mehr bewegt, als in den 101 Jahren davor. Was mögen die kommenden zehn Jahre bringen? Der Beantwortung dieser Frage war der Technik-Tag gewidmet.

Mit einem Vortrag von Reiner Trautmann aus dem Hause INSOCAM begann die Veranstaltung, einen Blickwinkel der hessischen POLIZEI vertrat Bernd Rompel und Ulrich Schwieger von HEITEL versprach eine Verkürzung der Interventionszeit um 80 Prozent durch konsequente Nutzung proaktiver Video-Sicherheitstechnik. Bei aller Technik, die heute und in Zukunft zum Einsatz kommt, an den Menschen, der alles bedient und der mit dieser Technik arbeitet, werden ganz neue Herausforderungen gestellt. Der demografische Wandel ist schon heute in den NSL-n angekommen. Dass die Gewinnung von technischen Fachkräften zunehmend schwieriger werde, dazu referierte Manfred Buhl, CEO Securitas Deutschland. Die Bevölkerungsentwicklung führe dazu, dass bereits in wenigen Jahren viele Millionen Erwerbstätige nicht mehr zur Verfügung stehen. „Einerseits ist das ein Signal, einfache Sicherheits-Aufgaben noch mehr durch Technologie zu erledigen, andererseits werden für die zentralen Einrichtungen (NSL-n, Werkschutzzentralen u.a.) die Fachkräfte knapp. Buhl mahnte konkrete Maßnahmen an, die Arbeitsplätze in der Branche attraktiver zu gestalten.

„Die Rahmenbedingungen für neue NSL die von der Reihe der Normen DIN EN 50518 bestimmt werden, sind dabei, den Markt massiv zu verändern. Es ist auch unstrittig, dass die ursprünglichen Aufgaben einer Notruf- und Service-Leitstelle alter Prägung sehr weit über die normativ geregelten Bereiche einer europäischen Alarmempfangsstelle hinausgehen“, so Wüst weiter. Harald Mebus stellte die NEUE NSL nach VdS 3138 vor; die alte NSL nach VdS 2153 wwerde es künftig nicht mehr geben. Dieses Thema ist für die Branche von besonderer Bedeutung, weil ein großer Anteil der Ausschreibungen für personelle Sicherheit die eigene NSL als dauerhaften Ansprechpartner fordert. Daran dürfte sich auch in Zukunft nicht viel ändern.

Gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen das Forschungsinstitut Fraunhofer IOSB mit Sitz in Karlsruhe und der BDSW. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Anwesenden über den Kooperationsvertrag informiert. Dr. Michael Arens vom Fraunhofer IOSB stellte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitswirtschaft und Sicherheitsforschung dar und ging in seinem Vortrag auf existierende Forschungsprojekte des Fraunhofer IOSB sowie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit ein. Am 3. Mai kommt es in Karlsruhe zur Unterzeichnung des Vertrages. Seitens des BDSW sind Premium Partner: BSG Wüst, ProControle, WISAG und der Westfälische Wachschutz.

Nach einem informativen Tag in Karlsruhe fasste Wolfgang Wüst die Ergebnisse zusammen. „Mensch und Technik werden zunehmend zu einer Einheit, die über definierte und überwachte Prozesse verfügt und in der Konsequenz durchgängige Sicherheitsketten bildet. Die Einbindung von Sicherheitsforschung gehört genauso dazu, wie offene Richtlinienwerke, die nur noch an Schutzzielen gespiegelt sind und den Wettbewerb um innovative Lösungen und Geschäftsmodelle befördert. So gibt es für die NEUE NSL keine Vorgaben für Wandstärken oder Verglasungsqualitäten. Sie ist wirksam gegen Einbruch und Überfall zu sichern- Punkt. Die Integration verfügbarer Technologien auf einheitlichen Plattformen wird die Herausforderung der Zukunft werden. Bilddaten, Geodaten, Alarmdaten, Datenfunk, Management-Systeme, … all das gibt es bereits. Es muss künftig „nur“ clever miteinander verknüpft und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt werden, um einen optimalen Nutzen zu erzielen. Denn am Ende des Tages werden alle Akteure der Sicherheitswirtschaft daran gemessen, ob sie die Welt etwas sicherer gemacht haben.“

 

 

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