Anti-Corruption-Wall gewinnt Ideenwettbewerb NRW

3. Mai 2012 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

Wichtige Bausteine für die Korruptionsbekämpfung in der öffentlichen Verwaltung sind die Sensibilisierung und Aufklärung der Beschäftigten. Norbert Naulin von der Steuerfahndung NRW und Marius Richter vom Landeskriminalamt NRW haben dazu einen wertvollen Beitrag geleistet: Sie haben mit der „Anti-Corruption-Wall“ (A-C-W) eine Wissensdatenbank entwickelt, die zur Korruptionsprävention beitragen soll.

Ihre Innovation gewann den ersten Preis beim Ideenwettbewerb der Landesregierung NRW. „Wir sind begeistert, dass uns mehr als 490 Vorschläge erreicht haben. Genau diesen Ideenreichtum brauchen wir“, sagte Innenminister Ralf Jäger anlässlich der Preisübergabe am Donnerstag in Düsseldorf.

Die Top 50 der Faktoren, die Korruption begünstigen, werden im Siegervorschlag als Bausteine einer Mauer („Wall“) dargestellt. Fehlen Bausteine, ist die Mauer instabil und schützt die Organisation nicht mehr vor Korruption. Die Nutzer gelangen entweder unmittelbar über die animierten Bausteine zu den ausgewählten Themen oder aber über Verlinkungen in den Fallbeispielen. Damit ermöglicht die A-C-W einen schnellen und zielgerichteten Informationsabruf.

Alle 335.000 Beschäftigten des Landes konnten im Rahmen des Ideenwettbewerbs Vorschläge zu dem Thema „Innovative Technik und Verfahren für die Landesverwaltung“ entwickeln. Der Zentrale Ausschuss für das Ideenmanagement NRW beurteilte alle Vorschläge nach Nutzen, Anwendungsbreite, Ausgereiftheit und Kreativität und wählte die Sieger.

Den zweiten Platz erhält Dirk Krüger vom Landesbetrieb Straßenbau NRW. Die von ihm entwickelte Software nimmt Konstrukteuren bei der Erstellung von Brückenskizzen Zeichenarbeit ab, unterstützt sie bei Routinearbeiten und entlastet sie damit um bis zu 60 Prozent. Brückenskizzen müssen nun nicht mehr an externe Ingenieurbüros vergeben werden. Damit entsteht eine deutliche finanzielle Entlastung. Die Idee ist also Geld wert.

„Dass unsere Mitarbeiter Feuer und Flamme für das Thema waren, zeigt die Kreativität, mit der sie ans Werk gingen“, lobte der Minister.

Dazu gehören auch die zwei Polizeibeamten Klaus Schlotmann und Dieter Bruder aus dem Märkischen Kreis, die eine Software namens „Most Mobility“, kurz „MoMo“, entwickelt und damit den dritten Platz belegen. Mussten Polizisten bisher alle Tatbestands-, Personen- und Fahrzeugdaten handschriftlich notieren und später auf der Wache in den Computer übertragen, können sie nun direkt alles auf elektronischem Wege erfassen.

„MoMo macht der NRW-Polizei die Arbeit leichter. Solche Ideen fördern wir“, betonte Jäger. Daher werde es weitere Wettbewerbe geben. „Denn wir suchen die besten Ideen von den pfiffigsten Mitarbeitern. Und das Mitmachen lohnt sich.“

Die Vorschläge des Ideenwettbewerbs wurden insgesamt mit 15.000.- Euro prämiert. Alle Angehörigen des öffentlichen Dienstes können auch unabhängig vom Wettbewerb das ganze Jahr über Ideen einreichen, die dann ebenfalls geprüft und prämiert werden.

Diese Möglichkeit trifft auf ebenso große Resonanz. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 387 Vorschläge eingereicht.

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