Sicherheit auf Brandenburgs Wasserstraßen

27. April 2012 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Brandenburgs und Berlins Freizeitkapitäne können sich laut Wetterfrosch-Prognosen auf ein warmes, sonniges Wochenende freuen, das viele zur ersten Bootstour des Jahres verlocken dürfte. Für das „Leinen los“ auf Brandenburgs rund 2.600 Kilometern Wasserstraßen hat Innenminister Dietmar Woidke viel Freude und eine gute Vorbereitung gewünscht. „Nehmen Sie neben dem Spaß der ersten Fahrtspritzer auch die notwendige Vernunft und Rücksichtnahme mit an Bord, damit der lang ersehnte Bootsausflug zum sicheren und damit erholsamen Freizeitvergnügen wird“, so der Innenminister. Zur richtigen Saisonvorbereitung gehöre in jedem Fall auch das Auffrischen von Vorschriftenkenntnis und ein gründlicher Technik- und Ausrüstungs-Check des eigenen Bootes.

Die Wasserschutzpolizei (WSP) bekräftigt mit ihrer jetzt vorgelegten Vorjahresbilanz Woidkes Starthinweise. Mit insgesamt 194 Bootsunfällen musste sie im vergangenen Jahr 21 Unfälle mehr als 2010 registrieren. 139 der Unfälle (2010: 123) ereigneten sich mit Sport- und Freizeitbooten, 55 (50) im Bereich der Berufsschifffahrt. Erneut mussten zwei Menschen Bootsunfälle mit ihrem Leben bezahlen, 18 (22) wurden verletzt. Bei den gut 23.000 Sportbootkontrollen und knapp 1.900 Überprüfungen in der Berufsschifffahrt stellte die Wasserschutzpolizei insgesamt etwa 4.800 Ordnungswidrigkeiten fest. Geahndet werden mussten vor allem die Missachtung von Fahrregeln, das Fehlen von Ausrüstungsgegenständen, Verstöße gegen das Liegeverbot oder die Verursachung von Sog- und Wellenschlag.

Hans-Joachim Werner vom Innenministerium kann als Direktor der Wasserschutzpolizei jedoch auch auf einen positiven Vorjahrestrend verweisen. „Wir haben bei unseren Kontrollen weniger Promillesünder am Ruder festgestellt. Natürlich sind auch 64 alkoholisierte Bootsführer eindeutig zuviel, aber immerhin 13 weniger als 2010“, erklärt Werner, der noch einmal darauf verweist, dass auch auf dem Wasser strikt die 0,5-Promille-Grenze gilt. Er kündigt für die diesjährige Wassersportsaison erneut einen verstärkten Einsatz der Wasserschutzpolizei an. Das Thema Alkohol werde wiederum ein Kontrollschwerpunkt sein.

Zunächst hält der WSP-Direktor noch ein paar Vorbereitungs-Tipps für alle Freizeitkapitäne parat: So sei vor der ersten Jahrestour eine Funktionsüberprüfung aller technischen Einrichtungen und Geräte an Bord erforderlich. Besonderes Augenmerk gelte es auf Heiz- und Kocheinrichtungen, Propangasanlagen sowie Boote mit Einbaumaschinen zu richten. Die Kontrolle von Flüssiggasanlagen sollte in jedem Fall dem Fachmann überlassen werden. Werner erinnert außerdem an die Vollständigkeit der Bootsdokumente und Ausrüstungsgegenstände.

Brandenburgs Wasserschutzpolizei bietet für alle Interessierten einen bewährten Informations- und Sicherheitsservice. So empfiehlt Werner beispielsweise als wirksamen Diebstahlschutz die kostenlose Gravur von Außenbordmotoren in einer der WSP-Dienststellen im Land. Entsprechende Informationen finden alle Wassersportfreunde auch im Internet unter www.polizei.brandenburg.de.

 

Quelle: Ministerium des Innern des Landes Brandenburg

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