Polizisten alles Warmduscher?

26. April 2012 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Es geht weiter: Wir bezahlen Parkgebühren für Dienstfahrzeuge selbst, lassen uns von einem piepsenden Kasten an der Wand die Überstunden streichen und nun der nächste Schildbürgerstreich um Geld einzusparen…

Uns liegen Informationen vor, dass Senat und BIM übereingekommen sind, der Polizei das warme Wasser abzudrehen!

Wieder einmal aus Einspargründen soll Polizeidienststellen nur noch in begründeten Fällen Warmwasser (bspw. zur Körperreinigung) zur Verfügung gestellt werden. So z.B. im Schichtdienst, oder wenn sie bei der Dienstausübung besonders schmutzig geworden sind.

Das riecht doch nach…Pferd, nach wieherndem Amtsschimmel!

Die Krimnalpolizei wird immer mehr gezwungen statt Ermittlungstätigkeit reine Verwaltungsaufgaben auszuführen, das bedeutet aber nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen eine rein sterile Schreibtischtätigkeit haben.

Kriminalitätsbekämpfung bedeutet auch nächtelang im Auto zu sitzen, hinterherzurennen, zupacken und dann noch Vernehmungen durchzuführen, von Durchsuchungen verdreckter Wohnung ganz zu schweigen.

Die „Erfinder“ dieser Sparmaßnahme sind aufgefordert, sich mal die Überbleibsel der zusammengekürzten Praxis anzuschauen und sich anschließend die Hände in Unschuld (Warmwasser ist nicht!) zu waschen!

Der BDK wird daher diese Absichten hinterfragen und nachberichten!

Es bleibt dabei: Steuergelder können wir entweder für einen funktionierenden Staat ausgeben oder den Verbrechern geben…

 

 

Quelle: BDK LV Berlin