Koordinierungsstelle NOAH unterstützt Hinterbliebene und Überlebende des Schiffsunglücks „Costa Concordia“

26. April 2012 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Gut drei Monate nach der Havarie der „Costa Concordia“ vor der italienischen Insel „Giglio“ am 13. Januar 2012 sind mittlerweile alle geborgenen Opfer identifiziert, darunter auch die zwölf vermissten Deutschen. Die Costa Concordia hatte rund 4.200 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord, 566 von ihnen waren deutsche Passagiere.

Seit dem 14. Januar bietet die Koordinierungsstelle Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe (NOAH) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) den Hinterbliebenen und Überlebenden des Kreuzfahrtschiffsunglücks psychosoziale Unterstützung an.

Unmittelbar nach dem Unglück koordinierte NOAH die psychosoziale Betreuung für die rückreisenden Passagiere an den Zielflughäfen. Nach der Ankunft am Heimatort half NOAH vielen Überlebenden bei der Verarbeitung des Erlebten durch Entlastungsgespräche indem sie therapeutische Hilfen vermittelte. Den Vermissenden und Hinterbliebenen stand die Koordinierungsstelle mit Informationen und Rat auch bei administrativen Fragen zur Verfügung. Bei Bedarf wurde wohnortnahe psychosoziale Hilfe vermittelt.

Treffen für Vermissende und Hinterbliebene

Am 31.03.2012 fand in der Nähe von Frankfurt am Main ein Treffen für die Hinterbliebenen und Vermissenden der deutschen Opfer statt, das die Koordinierungsstelle ausgerichtet hatte. Viele der Angehörigen nahmen die Einladung zum Erfahrungsaustausch an und nutzten die Gelegenheit, sich in Vorträgen und Diskussionen über verschiedene Fragestellungen zu informieren, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen.

Fachfragen von Angehörigen konnten in diesem Rahmen durch die Leiterin der Identifizierungskommission des Bundeskriminalamtes und durch die stellvertretende Leiterin des Maritimen Lagezentrums des Havariekommandos Cuxhaven beantwortet werden.

Neben dem Austausch gab es Zeit und Raum für Trauer und Gedenken. So standen den Betroffenen während des gesamten Treffens erfahrene Notfallseelsorger und eine Trauerbegleiterin zur Seite. Die Veranstaltung endete mit einer gemeinsamen Andacht.

 

Die Koordinierungsstelle NOAH betreut die Betroffenen auf Wunsch auch über dieses Treffen hinaus.

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