NRW-Justiz schöpft in 2011 über 229 Millionen Euro ab

24. April 2012 | Themenbereich: Justiz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Das Land Nordrhein-Westfalen setzt mit viel Erfolg das Instrument der sogenannten Vermögensabschöpfung gegen kriminelle Machenschaften ein und hat im Jahr 2011 damit die Rekordsumme von fast 230 Millionen Euro abgeschöpft.

NRW-Justizminister Thomas Kutschaty machte heute (19.04.) deutlich: „Die Vermögensabschöpfung ist neben der klassischen Bestrafung die schärfste Waffe im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität, insbesondere die Wirtschaftskriminalität. Die Täter handeln aus purem Gewinnstreben. Indem wir Ihnen das Kapital entziehen, trocknen wir die kriminellen Strukturen aus. Dieses Geld kann nicht mehr in kriminelle Aktivitäten gesteckt werden. Vielmehr können Vermögenswerte unter anderem an die Geschädigten zurückgeführt werden. Der Rest kommt dem Landeshaushalt zugute. Vermögensabschöpfung ist somit für die Gemeinschaft wichtig und zugleich auch Wiedergutmachung.“ Im vergangenen Jahr wurden rund 19,5 Millionen Euro als sogenannte Zurückgewinnungshilfe an Geschädigte in NRW ausgezahlt.

Bereits Ende Januar dieses Jahres hat der Justizminister rund 50 Ex-perten aus den Reihen der Richter, Staatsanwälte und Rechtspfleger eingeladen, um die Effektivität der bestehenden Regelung und deren praktische Umsetzung weiter zu verbessern.

 

 

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